National 30 Jahre ICE im Regelbetrieb und Zukunft


Ja, lange ist's her, dass der ICE besonderes Reisen mit besonderem Komfort versprach. Mehrere Generationen später ist wegen der Anlehnung an den Massenflugverkehr davon wenig geblieben. Man denke noch an das Bordprogramm welches heute durch ein anmeldepflichtiges Streamingportal ersetzt wurde und kostet. Aber der Vertrag soll wohl dem Vernehmen nach auch auslaufen. WLAN wurde als Revolution eingeführt. Sowas wahr früher ein selbstverständliche Alleinstellungsmerkmal....

Auch von Pannen blieb die Geschichte nicht verschont. Ich erinnere an die Menschenleben die Eschede gekostet hat, an Pannen beim ICE-T und der Achsbruch beim TD. Oder die Probleme mit den Achsen beim ICE3 nach der Entgleisung in Köln. Oder auch an Lieferverzögerungen und technische Probleme bei ICE 4 und 407.

Nun wird also der damals aus Kostengründen mit 249 km/h bestellte ICE 4 mit viel Geld auf 265 km/h gepimpt?! Toll.... deutsche Ingenieurskunst, allerdings bestellerabhängig. Eigentlich Irrsinn...

Zum Ausbau der Strecken sage ich besser nix. Das Pofalla'sche Zeitfenster erscheint mir allerdings zu ambitioniert und unrealistisch weil politisch!

Letzteres ist ohnehin das große Problem des ICE! Politisch! Man denke nur an die geringen Reisezeitgewinne, weil jeder Landesfürst, jeder Landkreis und politische Gremien als Gegenleistung für Zustimmung Halte in der Pampa erpresst!

MfG maschwa
 
Anfang August sind die ersten ICE4 aus der Gewährleistung und nur diese Züge werden (vermutlich per Softwareupdate) auf 265 km/h aufgemotzt. Vom Hersteller wurde das abgelehnt.

Nennenswerte Fahrzeitkürzungen sind damit kaum realistisch.
 
Von Siemens wurden doch vor ein paar Monaten Zulassungsfahrten bis 265 km/h unternommen die wohl recht positiv ausgefallen sind.
Als Hersteller würde ich mich da trotzdem aus der Gewährleistung stehlen wollen...

Auf KRM kommt nach Berg auch mal Tal und wenn er da unten 265 schafft, ist er am nächsten Berg wieder schneller :LOL: Stelle mir das auf der Achterbahn trotzdem recht qualvoll vor. Selbst der ICE 3 ist dafür schon fast underpowered...
 
"Positiv" ist das allenfalls aus technischer Hinsicht oder aus produktpolitischen Grunden. Energetisch und physikalisch gesehen ist das völliger Quatsch.
Wenn man sich mal rechnerisch (Grundlagen 8. Schuljahr Physik und Mathe) die Wege und Zeiten anschaut kommt man bei einem Unterschied von 140 oder 120 km/h auf 10km kontinuierlicher Fahrt auf ganze 15 Sekunden Ersparnis. Den Unterschied 265 km/h zu anderen Geschwindigkeiten kann man sich selbst ausrechnen, dürfte noch geringer ausfallen.

Ein nennenswerter Vorteil ergibt sich erst bei höheren Laufwegen, den wir in Deutschland mangels nenneswerter Entfernungen nicht haben.
 
Die wohl einzige Strecke, auf der die 265 km/h auch durchgehend ausgefahren werden könnte, ist die Schnellfshrstrecke Nürnberg - Ingolstadt. Der Fahrzeit Gewinn liegt dabei bei überragenden rund 60 Sekunden...
 
Es ist natürlich aus Fahrgastsicht völlig mumpe, ob er jetzt 250 oder 265 km/h durch die Landschaft düst. Der Fahrgast kommt bequem, angenehm von A nach B. Sollte nichts dazwischenkommen passiert das auch so. Er steigt gelöst, vieleicht ausgeschlafen, am Zielort ein und muss sich nicht durch verstopfte Gummibahnen quälen. Und das ganze bei langfristiger Planung auch Preis-leistungsmäßig. Und wenns mal durstig oder hungrig wird, kann man ja versuchen zur "Fresskiste" durchzukommen. Klar ist auch das dieser Service kosten muss. Leider ist diese Fresskiste mit oder ohne Buckel bisl in Verruf gekommen, aber weniger wegen dem Personal, als in der "brauchenwirnichtbeiderDB" Manie der DB Führung.
Herzlichen Glückwunsch Du weißer Flitzer !
 
In einer Fahrgastbefragung wurden eher eine "umsteigefreie" und "durchgehende" Lösung einer "schnellen" Lösung befürwortet. Ob die nun mit einem Prestige-Produkt "ICE" fahren oder RB/RE ist denen auch egal. Hauptsache umsteigefrei.
 
Viele sind mit Umsteigeverbindungen überfordert und warten stattdessen auch schon mal 40 min auf einem zugigen Bahnsteig ohne Dach.
 
Wenn man statt der 40 min warten zwei Stationen fahren kann und in den nachfolgenden RE umsteigen oder die alle 10 min fahrende S-Bahn umsteigen kann, dann kann ich das kaum nachvollziehen. Besonders, wenn das Angebot trotz Erklärung nicht genutzt wird.
 
Du darfst hier nicht von Profi-Reisenden ausgehen, die das tagtäglich machen. Oma Erna und Onkel Otto verreisen nur ein- oder zweimal im Jahr. Mit Gepäck und Zeitdruck ist jeder Umstieg eine Qual, da fahren die lieber 2 Stunden länger und weniger umsteigen.
 
Das ist mit klar. Ich meinte auch eher die Berlin-Touristen, welche einen Abstecher nach Potsdam machen und nur leichtes Handgepäck dabei haben.
 


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