Bahnhof 4.0

Service Chef

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Asgard

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Wie wäre es erst mal mit 1.0 bevor man zu 4.0 geht? Ich hätte da so einen kleinen Threadvorschlag:

"Deutschland deine Gammelbahnhöfe"

Nur Bilder und Ortsnennung sollten völlig ausreichend sein. Ein Beispiel für Gammel, Verfall und Verwahrlosung hat es bis in die Wikipedia geschafft. Keine 300m Luftlinie davon weg die neue EZB und dann sowas. Es wurden zwar vor einem halben Jahr Bahnsteige erneuert, aber leider waren die Vandalen da schon wieder unterwegs. Das Wartehäuschen am Bahnsteigende- auch ein Beispiel für Fehlplanung, da wo das Ding steht halten keine Züge- wurde jetzt schon öfters zerdeppert und gerade aktuell waren die Schmierlappen mit den Spraydosen wieder unterwegs und haben die gerade erneuerten Scheiben vollgeschmiert.
 

Das Omen

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also wenn ich sehe, wo ich sonst so rumfahre - dagegen sieht Frankfurt OSt doch recht passabel aus...

Vielleicht schieß ich demnächst mal paar Fotos und lade die dann mal hier hoch... (z.B. die Fußgängerunterführung Wilferdingen / Singen am besten bei Nacht und dann müßte es nur noch Geruchsfotografie geben....)
 

dblokf

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Sollen erstmal die bestehenden automatischen Ansagen anpassen.
Wenn jemand nach Utrecht will (ausgesprochen Ütrecht) wird in KD vergeblich warten auf einen durchgehenden Zug. Den gibts zwar aller 2h aber da wird der Halt mit Utrecht (ausgesprochen Utrecht)
angesagt.
Wir schreiben übrigens 2015. (ausgesprochen Zweitausendundfünfzehn)
Mein Tipp; es mal wieder mit Personal versuchen. Da muß der Kunde nich wieder ein halbes Jahrzehnt auf ein Softwareupdate warten denn Personal kann man über ein DinA4 Blatt Namens Weisung ganz schnell anpassen.....
 

VT605

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Wir Tf sind ja laut der Bahn-Bild vor ein paar Monaten mit dem Tablet schon im Zeitalter 4.0 angekommen, dabei zeigt das Ding nur ein paar Seiten Papier als Pdf-Datei an.
 

Schienenputzer

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Wir Tf sind ja laut der Bahn-Bild vor ein paar Monaten mit dem Tablet schon im Zeitalter 4.0 angekommen, dabei zeigt das Ding nur ein paar Seiten Papier als Pdf-Datei an.

[OT]Wir schon nur der Konzern selbst noch nicht! Daher die Ersatzlösung mit der Pdf-Darstellung.
Oder verstehen die etwas anderes als wir unter den Thema "digitale Zukunft-Bahn" ?[/OT]

[IRO]Das nächste Projekt haben die bestimmt auch schon in der Schublade "eBü - elektronische Befehlsübermittlung"[/IRO]
 

Altersstarrsinn

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[...]

[IRO]Das nächste Projekt haben die bestimmt auch schon in der Schublade "eBü - elektronische Befehlsübermittlung"[/IRO]

Lässt sich recht einfach bewerkstelligen.

Befehl wird vom Fdl geschrieben (Kugelschreiber auf papiernem Vordruck, unterschrieben, eingescannt, in jpeg umgewandelt), an die "FÜeBüzS" ("Für die Übermittlung der elektronischen Befehle zuständige Stelle") versendet, von dort als "sichere" Datei auf das Dienst-Handy des Tf geschickt. Tf lädt das Dokument und signiert es mit seiner elektronischen Signatur. Anschließend schickt er es über die FÜeBüzS an den Fdl zurück, der diese Datei ausdruckt und abheftet.

Völlig unkompliziert und -da der Befehl nicht über GSM-R versendet wird- auch völlig sicher. Als problematisch erweist sich dabei nur die fehlende Ausstattung der Stw mit Scannern oder Multifunktionsdrucker. Einfacher wäre da der Weg, den erstellten und vom Fdl unterschriebenen Vordruck an die FÜeBüzS zu faxen, die die weitere elektronische Behandlung des Befehl übernimmt. Der vom Tf signierte elektronische Vordruck wird dann dort ausgedruckt und an das Stw gefaxt.

Da es die FÜeBüzS je Niederlassung natürlich nur einmal gibt, könnte es zu kleineren Verzögerungen kommen. Das wird aber durch die absolute Sicherheit mehr als aufgewogen.


Gruß

A.
 

dblokf

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Wir Tf sind ja laut der Bahn-Bild vor ein paar Monaten mit dem Tablet schon im Zeitalter 4.0 angekommen, dabei zeigt das Ding nur ein paar Seiten Papier als Pdf-Datei an.
Lustig, das du das gerade so erwähnst. Da wird ja gerade RIM 2,5 angekündigt mit den ganzen Neuerungen. Da haben die angeblich sogar die 100 implementiert.
Aber das es das Programm nun mal schafft die Arbeitszeiten zusammen zu rechnen, davon war nichts zu lesen. Ja das addieren von 60er Werten ist für CPU´s immernoch ein unlösbares Problem.....
 

Altersstarrsinn

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Nun werden etwa 200 bis 300 Haltepunkte bis ende 2018 mit Geldern des Bundes aufgemöbelt.
[...]

Na, das ist doch was. 200.000 € legt der Bund durchschnittlich bei jedem der 250 kleinen Haltepunkte dazu. Wenn, tja, wenn die Länder und die Gemeinden weitere 200.000 € dazu legen. 2013 hatte NRW 190 Mrd Euro Schulden. Die Stadt Werl in NRW hatt Schulden in Höhe von 143.833.ooo € und hat sich 2009 trotzdem einen Aufzug am Bahnhof geleistet (den sie übrigens kaufen musste, um ihn vor dem endgültigen Verfall zu bewahren). 2007 betrugen die Kosten für diesen Bahnsteigzugang 1.650.000 €, die die Stadt Werl tragen musste. Interessant dabei, was überhaupt der Stadt aufgedrückt wurde.
Weiterhin teilten die Vertreter der Bahn mit, dass seit November 2006 bei der Bahn ein
neues Pilotverfahren zur Erlangung des Baurechts eingeführt wurde. Ziel des Verfahrens ist
es, die Verantwortung verstärkt auf die Bauvorlageberechtigten zu übertragen um die
Behörden zu entlasten. Bauvorlageberechtigt sind nur bestimmte, von der Bahn zertifizierte
Ingenieurbüros. Das bisherige Planungsbüro IPB aus Wuppertal ist nicht
bauvorlageberechtigt. Somit musste ein zweites Ingenieurbüro beauftragt.
Um Baurecht zu erlangen ist es darüber hinaus erforderlich einen Bau- und
Finanzierungsvertrag zwischen der Stadt Werl und Station & Service abzuschließen. Dieser
Vertrag liegt der Stadt als Entwurf vor.
In dem Vertrag wird u.a. geregelt, dass die Stadt Werl neben den reinen Baukosten
sämtliche Kosten übernimmt für:
- Planungsleistungen der Ingenieurbüros
- Honorare für weitere ggfs. erforderliche Fachplaner (z.B. für Technische Gebäudeausrüstung,
Statik, Brandschutz, die DB Telematik, die DB Netz AG u. DB Energie GmbH)
- Betriebserschwernisse (z.B. Langsamfahrstrecken, Gleissperrungen)
- Erstellung von Bau- u. Betriebsanweisungen (Betra)
- Gebühren des Eisenbahnbundesamtes
- Kosten für Bauüberwachung sowie Bauüberwacher Bahn
- Projektsteuerung
- Sicherungsposten
- Sicherheitskoordinator nach Baustellenverordnung (SiGeKo)
- Honorare von Sachverständigen
- Aufwendungen der DB Netz AG
- Projektversicherungen
- Anpassungen der Schienen-, Oberleitungs- und Signalinfrastruktur an der Station
Die vor genannten Leistungen sind in der Gesamtsumme von 1.650.000 € enthalten. Jedoch
können diese Leistungen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur geschätzt werden und weisen
ein nicht unerhebliches Unsicherheits- bzw. Kostenrisiko auf.

Jetzt hat die Stadt einen Aufzug am Bahnhof, eine "abgelaufene Garantie :003: " und jede Menge Ärger am Hals, denn der Aufzug versagt immer wieder und bis so etwas sich mal rumspricht und jemand vorbei kommt und ihn repariert....

Ja gut, 200.000 € reichen für eine einfache Rampe und für weitere 200.000 € wird die sogar geflastert. Das Hauptziel wurde jedoch jetzt schon erreicht. Die Schlagzeile in der Presse
Bund will kleine Bahnstationen auf Vordermann bringen


Gruß

A.
[DOUBLEPOST=1438323180][/DOUBLEPOST]
Nun werden etwa 200 bis 300 Haltepunkte bis ende 2018 mit Geldern des Bundes aufgemöbelt.
[...]

Na, das ist doch was. 200.000 € legt der Bund durchschnittlich bei jedem der 250 kleinen Haltepunkte dazu. Wenn, tja, wenn die Länder und die Gemeinden weitere 200.000 € dazu legen. 2013 hatte NRW 190 Mrd Euro Schulden. Die Stadt Werl in NRW hatt Schulden in Höhe von 143.833.ooo € und hat sich 2009 trotzdem einen Aufzug am Bahnhof geleistet (den sie übrigens kaufen musste, um ihn vor dem endgültigen Verfall zu bewahren). 2007 betrugen die Kosten für diesen Bahnsteigzugang 1.650.000 €, die die Stadt Werl tragen musste. Interessant dabei, was überhaupt der Stadt aufgedrückt wurde.
Weiterhin teilten die Vertreter der Bahn mit, dass seit November 2006 bei der Bahn ein
neues Pilotverfahren zur Erlangung des Baurechts eingeführt wurde. Ziel des Verfahrens ist
es, die Verantwortung verstärkt auf die Bauvorlageberechtigten zu übertragen um die
Behörden zu entlasten. Bauvorlageberechtigt sind nur bestimmte, von der Bahn zertifizierte
Ingenieurbüros. Das bisherige Planungsbüro IPB aus Wuppertal ist nicht
bauvorlageberechtigt. Somit musste ein zweites Ingenieurbüro beauftragt.
Um Baurecht zu erlangen ist es darüber hinaus erforderlich einen Bau- und
Finanzierungsvertrag zwischen der Stadt Werl und Station & Service abzuschließen. Dieser
Vertrag liegt der Stadt als Entwurf vor.
In dem Vertrag wird u.a. geregelt, dass die Stadt Werl neben den reinen Baukosten
sämtliche Kosten übernimmt für:
- Planungsleistungen der Ingenieurbüros
- Honorare für weitere ggfs. erforderliche Fachplaner (z.B. für Technische Gebäudeausrüstung,
Statik, Brandschutz, die DB Telematik, die DB Netz AG u. DB Energie GmbH)
- Betriebserschwernisse (z.B. Langsamfahrstrecken, Gleissperrungen)
- Erstellung von Bau- u. Betriebsanweisungen (Betra)
- Gebühren des Eisenbahnbundesamtes
- Kosten für Bauüberwachung sowie Bauüberwacher Bahn
- Projektsteuerung
- Sicherungsposten
- Sicherheitskoordinator nach Baustellenverordnung (SiGeKo)
- Honorare von Sachverständigen
- Aufwendungen der DB Netz AG
- Projektversicherungen
- Anpassungen der Schienen-, Oberleitungs- und Signalinfrastruktur an der Station
Die vor genannten Leistungen sind in der Gesamtsumme von 1.650.000 € enthalten. Jedoch
können diese Leistungen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur geschätzt werden und weisen
ein nicht unerhebliches Unsicherheits- bzw. Kostenrisiko auf.

Jetzt hat die Stadt einen Aufzug am Bahnhof, eine "abgelaufene Garantie :003: " und jede Menge Ärger am Hals, denn der Aufzug versagt immer wieder und bis so etwas sich mal rumspricht und jemand vorbei kommt und ihn repariert....

Ja gut, 200.000 € reichen für eine einfache Rampe und für weitere 200.000 € wird die sogar geflastert. Das Hauptziel wurde jedoch jetzt schon erreicht. Die Schlagzeile in der Presse
Bund will kleine Bahnstationen auf Vordermann bringen


Gruß

A.
 

Streckenstillleger

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Also erstens geht es nicht um Werl,Soest und anderen Orten,es geht um Bahnsteige an kleinen Orten.Da gibt es neue Schilder,oder ein neues Geländer,eine Rampe,einen Wetterschutz.Aber nicht alles auf einmal.
 

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Das war ja auch nur ein Beispiel. 100 Mio hört sich erst mal gut an, ist auch gut, wenn man das als zusätzlichen Betrag sieht. Selbst 200.000 ist pro Haltepunkt schon viel Geld und dafür lässt sich viel machen.

Aber um an die 200.000 zu kommen wird für manche Gemeinde schon schwer sein, wenn sie selber weitere 200.000 aufbringen muss. Vor allem, wenn man die Gelder bedenkt, die für so manche Arbeiten gezahlt werden müssen und die man hinterher garnicht sieht. La-Stellen, Betra, EBA, Sipo usw, alles Gelder, die ja auch gezahlt werden müssen und die erst einmal zusammen kommen müssen. Selbst die Bemalung der Bahnsteigkanten dauern mehrere Tage, Betra, Sipo usw sind dafür notwendig. Also wird man sich auf einfache Sachen beschränken, ein neues Wetterhäuschen z.B.. Wird das aber per Kran angeliefert.... Siehe oben.

100 zusätzliche Mio sind schon sehr schön. Das relativiert sich aber, wenn die ohnehin klammen Gemeinden weitere 100 Mio aufbringen müssen.


Gruß

A.
 

Streckenstillleger

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Die Gemeinden wollten so eine Förderung,nun bekommen Sie eine.
 
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