Hilfe Clouddienste

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Zugbeleidiger

Guest
Ich trage mich mit dem Gedanken, diverse Daten (vor allem Fotos) in eine Cloud auszulagern.
Was sollte ich da beachten? Welche sinnvollen Anbieter gibt es? Wie steht es um den Datenschutz? Nicht, daß die am Ende mit meinen Daten überall auf der Welt hausieren gehen und ich dann mit Werbung zugemüllt werde (wie das bei WA sehr wahrscheinlich in naher Zukunft passieren wird)...
Wie sieht es mit dem Virenschutz aus? Muss ich mich da selber drum kümmern oder der Anbieter?
Wie wird sicher gestellt, das meine Daten beim Hoch oder Runter laden nicht in falsche Hände geraten?

Also Fragen über Fragen zum Thema. Wer kann hier sinnvoll was beitragen?
 

Asgard

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Sollen die Daten von "außen" ereichbar sein?

Ja- stell Dir einen NAS (ein paar Festplatten an einem RasperryPi reicht völlig aus) hin, koppele das Ding mit einem Router, lege die Zugangsdaten fest und lege los. Gute Router wie zB die moderneren Fritz Boxen können das auch ohne Rasperry. Sperre den Speicher gegen Indizierung durch Suchmaschinen. Vorteil: DU entscheidest was mit deinen Daten passiert und nicht ein x- beliebiger Dienstanbieter. Mit irgend etwas bezahlst Du für die Dienstleistung des Onlinespeichers. Und wenn es mit deinen Daten ist.

Nein- externe USB- Festplatte an den Rechner, Daten drauf verschieben, fertig.
 

Martin

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Tja Datenschutz... schwieriges Thema bei allen Clouddiensten. Du weißt grundsätzlich nie was mit deinen Daten passieren könnte, sie sind ja außerhalb deines Herrschaftsbereiches.
Eine Möglichkeit wäre die Daten zu verschlüsseln z.B. mit Boxcryptor (kostenlos wenn man sich auf 1 Clouddienst und maximal 2 Geräte beschränkt).

Als Anbieter mit Hosting in Deutschland gäbe es die Magenta Cloud, 10 GB bekommt jeder kostenlos, 25 GB als Telekom-Kunde mit Festnetz- oder Mobilfunkvertrag.
Wer viel Speicher benötigt, kann sich Microsoft OneDrive anschauen bzw. Office 365, das wird als Office 365 Home öfter mal für 50€ pro JAhr angeboten, enhält dann einige Officeprogramme und 1 TB OneDrive. Wer Office nicht braucht kann sich auch mit Office 365 Business Essentials behelfen, eigentlich nur ein Exchange-E-Mail-Postfach, kommt aber auch mit 1 TB OneDrive Business (kostet 2,95€/Monat netto über die Telekom).
Ansonsten gäbe es noch Amazon, als Prime-Kunde (49€/Jahr) erhält man unbegrenzten Speicher für Fotos (die dürfen dann aber nicht verschlüsselt sein), ganz neu ist das Angebot für unbegrenzten Speicher für 70€ pro Jahr.
All diese Anbieter hosten aber außerhalb Deutschlands und teilweise auch der EU.

Sensible Daten würde ich keinesfalls unverschlüsselt in die Cloud auslagern.
 

Gerd Belo

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Sollen die Daten von "außen" ereichbar sein?

Ja- stell Dir einen NAS (ein paar Festplatten an einem RasperryPi reicht völlig aus) hin, koppele das Ding mit einem Router, lege die Zugangsdaten fest und lege los. Gute Router wie zB die moderneren Fritz Boxen können das auch ohne Rasperry.
Bekommst du denn von deinem Anbieter eine öffentliche IP-Adresse? Ist nämlich heutzutage nicht selbstverständlich und ohne die ist das nicht möglich, da hilft noch nicht einmal die Fritz-Box.


Ansonsten - auch mal ein paar Gedanken an die Datensicherheit verlieren. Wenn alle Daten in irgendeiner Wolke liegen, wie sieht es mit einem Backup aus? Dafür bleibt immer noch der Nutzer verantwortlich. Und, eine Cloud macht die Daten unterwegs verfügbar, genau dafür ist sie gedacht und nicht dafür Gigabyteweise Daten abzuspeichern (davon mal abgesehen, das das Hochladen ewig dauern würde).....
 

Martin

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Und, eine Cloud macht die Daten unterwegs verfügbar, genau dafür ist sie gedacht und nicht dafür Gigabyteweise Daten abzuspeichern (davon mal abgesehen, das das Hochladen ewig dauern würde).....

Warum sind Clouddienste nicht dazu gedacht, große Datenmengen zu speichern? Einige der Dienste wie z.B. Amazon S3 wurden genau dafür entwickelt. Das Jedermann-Angebot "Cloud Drive" ist auch nur ein Abklatsch davon.
Mit VDSL50 schafft man rund 100 GB pro Tag, bei VDSL 100 schon 400 GB täglich. Das macht 3 TB bzw. 12 TB im Monat. Da man meistens eh nur inkrementelle Backups fährt (also nur die geänderten Daten speichert), dauert auch nur das erste Backup entsprechend lange.

Wer natürlich mit einem 384 kBit Anschluss arbeitet, braucht damit nicht anzufangen...
 

Gerd Belo

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Wieso soll das nicht funktionieren? An der Fritzbox geht das ohne feste IP.
Eine öffentliche IP ist Vorraussetzung, hat nichts mit einer "festen IP" zu tun. Da allgemeine Knappheit an öffentlichen IP-Adressen herrscht, gehen immer mehr Anbieter dazu über, intern über NAT zu routen und ihren Kunden nur noch nicht öffentliche IPs zuzuweisen. Damit erreichst du zwar alle Dienste, bist aber nicht unbedingt erreichbar, weil solche Dienste wie IP-Forwarding nur bedingt funktionieren.
[doublepost=1472500742][/doublepost]
Warum sind Clouddienste nicht dazu gedacht, große Datenmengen zu speichern?
Weil es für den Nurmaluser keinen Sinn macht. Wenn du eh nur mit den Datenraten deines heimischen Festnetzanschlusses rechnest, kannst du dir auch gleich ein NAS hinstellen. Ist einfacher zu handhaben und bleibt voll unter deiner Kontrolle (und Verantwortung!) Wozu willst du deine Videosammlung in die Cloud schieben?
 

Martin

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Und wie mache ich ein Backup meines NAS? Entweder wieder mehrere externe Platten nutzen (Anschaffungskosten) oder das NAS gleich dazu nutzen das Backup verschlüsselt online zu machen. Hat auch den Vorteil, dass die Daten auch nach Einbruchdiebstahl oder Brand noch vorhanden sind.
 

Gerd Belo

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Und wie mache ich ein Backup meines NAS?
Na ja, wenn das für dich schon ein Problem ist...... :003:

Anschaffungskosten für Festplatten? Wieviel Cloudspeicher bekommst du für den (großzügig) gerundeten Wert einer 2TB-Festplatte? Sprich, wieviel Cloudspeicher kannst du dir für 100,-€ mieten? Selbst wenn man für seine eigene Backupstrategie mehrere Festplatten anschafft......übrigens habe ich Freunde, Verwandte, Bekannte. Möglichkeiten also, eine Sicherung auch außerhalb meiner Wohnung vorzuhalten. :006:

Und, schon mal die Nutzungsbedingungen der Anbieter in Punkto Datensicherheit studiert? Du wirst um eine (mehrere!) private Sicherungskopien nicht herum kommen.
 

Martin

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Wie bereits erwähnt erhältst du für 70€ jährlich unbegrenzten Speicherplatz.

Ein einziges Onlinebackup sollte schon genug sein. Die Wahrscheinlichkeit dass die Daten meines NAS verloren gehen und gleichzeitig die Cloud abraucht sollte extrem gering sein.
 
Z

Zugbeleidiger

Guest
Und was passiert, wenn der Anbieter "meiner" Cloud plötzlich der Meinung ist, der Betrieb der Cloud rechnet sich für ihn nicht mehr? Werden meine Daten dann von jetzt auf Gleich gelöscht? Hab ich ne Vorwarnzeit und kann mich nach einer Alternative umsehen?
Externe Festplatten hatte ich auch schon im Hinterkopf. Sogar eine 2TB von Intenso ausprobiert. Leider sind die Dinger so extrem empfindlich gegen Stürze etc., das ich das wieder verworfen hab. EINmal ist das Ding vom Schreibtisch gefallen und der Schreib/Lesekopf hat die Platte ruiniert. Hat mich nen Haufen Zeit und Geld gekostet, die Daten zu 80% wieder herstellen zu lassen. Muss ich nicht noch mal haben.

Andere Alternativen?
 

Gerd Belo

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Hätte, könnte, würde.....

Hier bist du gefordert!
Was willst du, wozu brauchst du es?
Willst du nur feste Daten vor dem Verlust bewahren oder brauchst du ein Sicherungssystem für täglich anfallende Daten?
Wie Wichtig sind die Daten (für dich!) und ist ggf. eine Wiederbeschaffung möglich?
Wie viele Daten fallen überhaupt an und was davon ist wichtig?
Langzeitspeicherung oder nur für kurze Zeit eine Sicherung nötig?

Prinzipiell ist eine externe Festplatte keine schlechte Lösung. Es sollten aber mehrere sein, genau damit das, was dir passiert ist, nicht eintritt. Zudem ist eine Sicherungskopie keine gute Lösung, es sollten schon mehrere sein. Und nebenher eine Festplatte mit dauerhaft unveränderten Daten im Schrank liegen zu haben, ist schon mal eine gute Idee, auch beim Umstieg auf ein neues Gerät den Datenspeicher des Alten unverändert ausbauen und aufbewahren sichert Daten.....

Wie viel an Zeit und Geld du darin investieren willst, hängt von dir ab. Ein Anfang könnten schon mal ZWEI mobile Festplatten sein, die im wöchentlichen Wechsel die Sicherung deines Rechners übernehmen und nach getaner Arbeit sicher im Schrank verschwinden.....
 

Martin

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Bei den großen Anbietern (OneDrive, Amazon, DropBox etc) ist es noch nie vorgekommen, dass das Angebot eingestellt wurde. Bei den Anbietern ist es sogar so, dass deine Daten erhalten bleiben, wenn du die Speichererweiterung nicht mehr bezahlst (die bieten alle ein gewisses Volumen gratis an, wer mehr braucht muss zahlen). Du kannst dann nur keine neuen Daten mehr hinzufügen.

Wenn eine offenbar auch noch laufende (?) Festplatte durch einen Fall vom Schreibtisch kaputt geht, würde ich diese jedenfalls nicht gerade als "extrem empfindlich" beschreiben...
 

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Ah, gutes Thema, da passt mein neuestes Problem gut rein:

Seit dem Wochenende rödelt bei mir ein NAS-Server von Synology mit 2x4TB im Raid-1-Verbund herum. Da ich die durch meine Webseite bedingt großen Datenmengen den üblichen Fremdanbietern nicht anvertrauen will, kam für mich nur die eigene Serverlösung in Frage.

Das Windows 10 eigene Datensicherungsprogramm geht zwar, überzeugt mich aber nicht wirklich. Meine Frage: Hat wer Ahnung von Backupprogrammen - in den Suchmaschinen wird einem ja genug angeboten - und kann ein einsteigerfreundliches Programm mit deutscher Sprache empfehlen? Wo ich auch den Überblick habe, wie der Stand der Sicherungen bzw. was auf dem Server ist?

Mike
 

Gerd Belo

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Versuch es doch mal mit der c't-Eigenschöpfung "Backup für Faule". Ist eine etwas ältere Scriptlösung, wurde im Laufe der Zeit auch an W10 angepasst. Gibt dazu auch ein Forum....

Speziell für NAS gibt es meist vom Anbieter mehr oder weniger intelligent angepasste Lösungen auf Basis des NAS-Betriebssystems (meist ein LINUX-Derivat) zur Sicherung auf externe Platten.
 
Z

Zugbeleidiger

Guest
Hm. Dann werde ich mal den Kriegsrat einberufen zum Thema. Es zeichnet sich aber ab, das es wahrscheinlich nicht mehr die Cloud wird. Oder es wird eine eigene Cloud. Oder eine externe Festplatte.
Wenn die Fotos weg sind, sind ja auch div. Erinnerungen weg. Da ist eine Cloud wahrscheinlich nicht die ideale Lösung.
 


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