Die Medienkritik

Gerd Belo

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Ich hoffe, das Thema passt hier. Multimedia umfasst ja auch den Begriff Medien, also sind Bücher, CDs, DVDs, Zeitungen und Fernsehtipps hier bestens aufgehoben. Worum soll es also gehen? Um Medienkritik und natürlich auch um Hinweise zu besonderen "Rosinen" in der Medienlandschaft.

Ich lege mal einen Verriss vor:

Tobias Döpfner
"Der Bahnreiseführer - Deutschland aus der Fahrgastperspektive"
Möwig-Verlag
ISBN 978-86803-260-4
9,95 €

Lokführer gehöhren ja zu der Standardkundschaft in den Bahnhofsbuchhandlungen. Andererseits sind sie es auch, die die Landschaft an der Strecke am besten sehen können. Nachhdem das Buch in diversen Medien hoch gelobt wurde, habe ich es mir gekauft - und bin schwer entäuscht.

Erwartet habe ich - nach den positiven Rezensionen - eine kurzweilige Beschreibung von Land und Leuten links und rechts der Bahn. Gefunden habe ich eine langweilige Aufzählung von nichtssagenden, teilweise falsche Fakten mit Bezug auf die Strecke. Da bietet jeder Autoatlas mehr an Information. Die Bilder, gehalten in dem Format eines ICE-Fensters, sind auf dem Niveau von "Knipsbildern", verstärkt durch den schlechten Druck. Ich wage zu behaupten, das meine Kinder (im Grundschulalter), bessere und vor allem interessantere Bilder machen können. Auch die enthaltenen Aschnitte aus der DB-Streckenkarte tragen nichts zum Informationswert des Buches bei.

Fazit: 10,- Euro Lehrgeld. Vielleicht versuche ich mich mal an so etwas? :003:

 

Gerd Belo

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AW: Die Medienkritik

Ich hole jetzt mal meinen eigenen Thread aus der Versenkung.

Neu aus der Bahnhofsbuchhandlung in meinem Bücherbestand:


Bonner/Weiss „DOOF IT YOURSELF“ , Lübbe-Verlag, ISBN 978-3-7857-6005-5, 14,95€

Der erste Band („Generation Doof“) wurde hier ja schon mehrfach erwähnt. Unterhaltsam geschrieben, bietet er ein amüsantes Schlaglicht auf die Defizite der Generation „irgendwas mit Medien“. In der Erwartung einer unterhaltsamen Fortsetzung, ist der zweite Band in meinem Bücherregal gelandet. Und hat mich enttäuscht. Der Band wirkt schnell zusammengeschrieben, um ihn auf der Erfolgswelle des ersten Teiles mitschwimmen zu lassen. Also für den älteren (tm.) Normalleser nicht zu empfehlen. Wer sich allerdings im ersten Band wiedererkannt hat, findet hier eine Art „Erste Hilfe Kasten“, um seine Doofheit abzubauen.

Persönliches Fazit: Fehlkauf.



Wieprecht/Skuppin „Das Lexikon der verschwundenen Dinge“, Rowohlt-Berlin, ISBN 978-3-87134-639-2, 17,90€

Die Autoren genießen in Berlin als Radiomoderatoren einen gewissen Status. Von Kultstatus möchte ich in diesem Zusammenhang nicht sprechen, weil dieser Begriff durch (in meinen Augen) beliebig austauschbare Krawallmoderatoren diverser privater Spaßsender missbraucht wird. Wer also die beiden mag, wird seinen Spaß an dem Buch haben. Wo sind all die Dinge geblieben....... Dinge, mit denen man jahrelang vertraut war. Ausgemustert, vergessen. Locker und leicht geschrieben, wird man an sie erinnert.

Persönliches Fazit: Nachttischlektüre
 

Bat

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AW: Die Medienkritik

Du hast wenig Glück mit Büchern, oder?
Wie wäre es denn, wenn Du statt dessen mehr schläfst?
Ist auch billiger!

:004:
 

Gerd Belo

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AW: Die Medienkritik

Du hast wenig Glück mit Büchern, oder?

Würde ich so nicht sehen. Ich werde auch kaum zu jedem Buch/CD/DVD/Medium, das ich mir anschaffe, hier eine Kritik schreiben. Ich vermute mal, das es hier relativ wenig Leute gibt, die meinen Geschmack teilen. :003:


Wie wäre es denn, wenn Du statt dessen mehr schläfst?
Ist auch billiger!

:004:

Neugekaufte Bücher wandern auf das "Board der ungelesenen Bücher". Dort bediene ich mich, wenn Bereitschaften anstehen oder ich anderweitig wenig zu tun habe. Nicht alle Bereitschaftsschichten kann man durchschlafen............ :004:
 

Gerd Belo

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AW: Die Medienkritik

Wie ich schon weiter unten geschrieben habe, leiste ich mir einen eigenen Musikgeschmak - abseits des Mainstreams. Infolgedessen landet auch mal Ausgefallenes in meinem Archiv.


Heute mal was aus Norwegen:

(a-ha, foot of the mountain, Universal, 0602527089980, 2009)

Nach dem mich "foot of the mountain" neugirig gemacht hat, ist die dazugehöhrige CD von A-HA in meinem Plattenschrank gelandet. Nach dem ersten Höhren: Einen Ehrenplatz wird sie nicht bekommen. Der Titeltrack ist eigentlich auch der einzige, der mir so richtig zusagt. Nachdem ich diverse vernichtende Kritiken in anderen Medien gelesen habe, möchte ich mich diesen voll anschließen. Auch der Liveauftritt in ARTE am vergangenen Sonntag war sehr entäuschend. Wer Fan der Gruppe ist, muß vermutlich diese CD besitzen, allen anderen sei davon abgeraten.


Wenn man schon mal im CD-Regal gräbt, stößt man auch auf exotisches, wenn auch schon etwas in die Jahre gekommen:

(Madrugada, industrial silence, Virgin Norway, 2438485322, 1999)

Die würde ich auch nicht kennen, würde es nicht Radiosender (wie Radio1 vom RBB) geben, deren Redakteure/Moderatoren eigene Vorstellungen von Musikgeschmack verwirklichen dürfen.
Eine CD mit rundrum gelungener Musik, schwermütig, getragen von grandiosen Gitarrensoli und einer einschmeichelden Stimme, die irgendwo zwischen Scott Walker und Nick Cave liegt. Musik, nicht für jeden, trifft aber voll meinen Geschmack. (Höhrprobe: "vocal", das erste Stück auf der CD.) Mitlerweile ist auch die aktuelle CD von Madrugada (heißt einfach "Madrugada") in meiner Sammlung. Gefällt mir auch, das Werk von 1999 finde ich aber gelungener.
 

Gerd Belo

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AW: Die Medienkritik

Skurrile Liedertexte gefällig?

„Wer die Monatskarte hat, sollte besser nicht am Monatsanfang sterben......“

(Aus „Bitte bleib bei mir“)

Die Zeile ist schon fast Signaturfähig, man kann auch eine ganze Fernsehkritik in drei Zeilen unterbringen:

„Die Teletubby-Familie hat braune Kaninchen am Start
Die warten bei sprechenden Blumen in den grünen Hügeln der Tat
Auf den sprechenden Duschkopf, der eisern die Einsatzbefehle gibt.....“

(Aus „Euro und Markstück“)


Autor der dazugehörigen Liedtexte ist Sven Regener. Sven wer? Ja genau. Der Bestsellerautor, der z.B. in „Herr Lehmann“ seine Vorwendeerfahrungen in Berlin verarbeitet hat. Nebenher (und lt. Interviews ihm wichtiger) ist er der kreative Kopf von „Element of Crime“. Eine ehemalige Punk-Band, die sich vor fast 20 Jahren auf deutsche Musik um orientiert hat. Mit „Immer da, wo du bist, bin ich nie“ hat sie einen würdigen Nachfolger wer letzten CD (Mittelpunkt der Welt) herausgebracht. Mittlerweile ist es die 8. deutschsprachige Scheibe. Die Musik selber lässt sich schwer in ein Fach einsortieren. Am nächsten kommt vielleicht der Begriff „Chanson“, teilweise skurrile Texte mit einer ausgefallenen Instrumentierung. Man muss sie erst mal hören (wirklich zuhören, das ist keine Dudelmusik zum Abwasch!), um hinter den Sinn der Texte zu kommen. Wirkliches Hitpotential haben solche Titel nicht, aber es besteht Suchtgefahr – nach Mehr. Diese Musik ist halt etwas für eingefleischte Fans und als solchen oute ich mich hiermit. (Was vielleicht auch daran liegt, das ich mit Herrn Regener das Geburtsjahr teile und deswegen altersmäßig genau in die Zielgruppe passe?)

Jedem, der so etwas mag, sei diese CD wärmstens ans Herz gelegt.

Element of Crime: „Immer da wo du bist bin ich nie“
Universal, 2009, 0 602527 136462

Und, zum Selberhöhren: „Immer da wo du bist bin ich nie“
 

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[...]Ich vermute mal, das es hier relativ wenig Leute gibt, die meinen Geschmack teilen. :003:


Mein lieber Gerd,

sei froh, dass Du nicht meinen Geschmack hast :20:

Meine Buch-Favoriten:

  • Die "Scheibenwelt-Romane" von Terry Pratchett
  • Die "Per Anhalter durch die Galaxis"-Trilogie in fünf Bänden von Douglas Adams mit ihrer Suche nach der Antwort auf die Ultimative Frage des Lebens, des Universums und dem ganzen Rest (Antwort: 42). Leider kommt von ihm in letzter zeit nicht mehr viel Neues. Kann daran liegen, dass er 2001 gestorben ist.
  • Sachliteratur Geschichte allgemein (im Jahre 2009 natürlich römische Geschichte, sogar "De Bello Gallico" :35:)

Dann natürlich noch die üblichen Verdächtigen wie z.B. "Die Entdeckung der Langsamkeit" von Sten Nadolny oder die Umberto Eco - Bücher. Das ganze kann man dann noch mit einer wilden Mischung an Romanen, Sachliteratur und Comics (von Walt Disney bis Goscinny und Uderzo) auffüllen, die man nebenbei wegfrisst.

Manchmal graut es mich vor mir selber :002:


Gruß

A.
 

Trennhuepfer

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AW: Die Medienkritik

app Comics...

Clever und Smart, Don Martin, so wie MAD-Magazine und die Sturmtruppen dürfen auch nicht fehlen.

Mich würde mal interessieren wie mich da ein Psychologe einstufen würde :004:
 

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Wenn ich deine Liste lese - soooo weit liegen wir nicht auseinander...... :003:


Bruder im Geiste!! Lass Dich umarmen! (William Shakespeare, "Troilus und Cressida", Vierter Aufzug, Fünfte Szene)

Aber sei bloß vorsichtig! Solcher Lesestoff färbt mit der Zeit ab, wie man bei mir sieht :terrified:.

@Trenni:

Mich würde mal interessieren wie mich da ein Psychologe einstufen würde
Auhauahaua! Das würde ihm Schweißperlen auf die Stirne treiben. :shocked2:


Gruß

A.
 

Trennhuepfer

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Naja, waren ja nur meine Lieblingscomics.
Bücher (gibt auch einen eigenen Thread dazu): Tom Clancy, Patrik Robinson, Dale Brown, Stephen Coonts und Stieg Larsson
 

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Naja, waren ja nur meine Lieblingscomics.
Bücher (gibt auch einen eigenen Thread dazu): Tom Clancy, Patrik Robinson, Dale Brown, Stephen Coonts und Stieg Larsson


Ach lass mal. Diese Comics hab ich alle auch schon gelesen und könnte die Reihe noch um einige ergänzen :021: Ganz grob gesagt: Quer Beet durch die verschiedenen Sparten mit ein paar Ausnahmen. Keine amerikanischen Superhelden! Für diesen xxxxxxxx hatte ich nie eine Ader, nur Ablehnung. Im Moment leihe ich mir aus der Stadtbücherei nach und nach (wenn sie denn mal zu bekommen sind) die "Lucky Luke Gesamtausgabe" aus. Und damit ich jetzt erst recht als "völlig kindisch" da stehe, gebe ich ehrlich zu, dass ich auch noch Donald Duck lese, allerdings nur zwei Zeicher: Carl Barks und Don Rosa


So, und um mein Ansehen hier völlig zu ruinieren, noch das Geständnis:

Ich habe "Fritz, the Cat" gesehen (für alle, die ihn nicht kennen und reichlich über 18 sind, hier ein paar Ausschnitte)und kenne auch Robert Crumb!


Gruß

A.
 

Gerd Belo

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In der letzten Zeit sind wieder einige CDs in meinem Bestand gelandet. Dummerweise lasse ich mich ja mitunter auch von einzelnen, hitverdächtigen Ohrwürmern verleiten, eine CD zu kaufen. Das führt mitunter zu Entäuschungen. Zu dieser Kategorie zähle ich z.B. die CD „Sunny Side Up“ von Paolo Nutini. Zum Kauf verleitet hat mich der Song “Candy“ der in letzter Zeit öfters zu höhren war. Genauso geht es mir mit der CD „Hobo“ von Charlie Winston. “Like a hobo“ hat mich hier verleitet.

Beide CDs sind nicht schlecht, ich würde sie aber unter „nicht jeden Tag anhören“ in mein CD-Regal einsortieren.

Mit der Strategie, hitverdächtigen Titeln nachzugehen, kann man aber auch Treffer landen. Höhrt man Radiosender, die nicht partout nur das „Beste und Schönste“ spielen, sondern auch mal Alternative Musikrichtungen zulassen, wird man über „Papillon“ gestolpert sein. Dahinter verbirgt sich Musik von den Editors. Die dazugehörige CD heißt „In this ligth and on this evening“ und ist auf dem Indipent-Label PIAS-Recording erschienen. Auf der CD findet sich geradliniger, etwas Synthi-lastiger kraftvoller ehrlicher Rock. Nicht so seicht wie „Depeche Mode“ aber auch nicht so Hymnisch wie „U2“ - einfach gute Musik aus der Kategorie „mir gefällts“. Diese CD sein damit allen Fans der Musik von Coldplay, U2, Depeche Mode etc. ans Herz gelegt. Einfach mal reinhören........


Zum Selberkaufen:

Paolo Nutini: „Sunny Side Up“, Atlanticrecords (2009), 2564690137
Charlie Winston: „Hobo“, Warener Musik (2009), 2564686896
Editors: „In this ligth and on this Evening“, PIAS-Recordings (2009), 541335618535
 

Gerd Belo

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Weihnachten ist zwar schon etwas her, nachträglich sei aber auf eine Weihnachts-CD hingewiesen, etwas Exotisch und nicht jedermanns Sache. Ebend Weihnachten beim alten Brummbär:

Bob Dylan "Christmas in the Heart", erschienen bei Sony-Music (Columbia-Records) unter 8697573232

Amerikanische Weihnachtslieder, wie man sie vermutlich hierzulande noch nie gehört hat.


Neu in meinem CD-Regal und weiterzuempfehlen:

The Last Shadow Puppets "The Age Of The Understatement", erschienen 2008 bei Domino-Recording unter 034202020844

Das ist wieder so eine CD, auf die man durch ein Lied stößt:[ame=http://www.youtube.com/watch?v=9cQloro92xA]"My Mistakes Where Made For You"[/ame]

Wie soll ich sagen? Ein muss für Fans des "Bombast-Rock" trifft es nicht richtig, eher eine CD für den Freund melodiebetonten Brit-Pops. Aus meiner Sicht durchgehend hörenswert.......


Als letztes noch für alle Fans von Horst Evers: Die Neue CD ist da!

Horst Evers "Herzlichen Glückwunsch", erschienen Bei WortArt unter 783837101553 oder im Buchhandel unter ISBN 978-3-8371-0155-3
 

Tobias

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Jedem, der so etwas mag, sei diese CD wärmstens ans Herz gelegt.

Element of Crime: „Immer da wo du bist bin ich nie“
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Und, zum Selberhöhren: „Immer da wo du bist bin ich nie“

Da kann ich nur die Scheibe Romantik von denen empfehlen. Besonders da alle 4 Minuten, das Lied höre ich immer noch am liebsten und da auch zwei mal hintereinander. :001:

"Sicher gibt das böses Blut doch Sprache ist das wissen wir, dass allerhöchste Gut und
ohne Klarheit in der Sprache ist der Mensch nur ein Gartenzwerg"

Gruß Tobias
 

sbb.lokmaster

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Weihnachten ist zwar schon etwas her, nachträglich sei aber auf eine Weihnachts-CD hingewiesen, etwas Exotisch und nicht jedermanns Sache. Ebend Weihnachten beim alten Brummbär:

Bob Dylan "Christmas in the Heart", erschienen bei Sony-Music (Columbia-Records) unter 8697573232

Amerikanische Weihnachtslieder, wie man sie vermutlich hierzulande noch nie gehört hat.




Wieso? So lange ist es nicht mehr bis Weihnachten. Sind derzeit nur noch 352 Tage bis dahin, also sollte man sich schon mal gedanken über die Geschenke machen, denn diese Tage sind schneller rum, als einem Lieb ist.:004::004::004:
 

Gerd Belo

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Der geneigte Leser sei an dieser Stelle mal wieder auf eine lohnenswerte CD hingewiesen.

Mit "Moon Landing" hat Sivert Höyem ein hörenswertes Stück Rockmusik abgeliefert. Nicht nur der Titeltrack, auch die anderen Stücke sind hörenswert. Mitunter hat man das Gefühl, die Titel schon zu kennen - ein Blick in das Booklet belehrt einem jedoch etwas anderes.

Nun werden einige Fragen: Sivert Höyem? Nie gehört.....

Davon mal abgesehen, das der Name falsch geschrieben ist (für da "ö" müsste eigentlich das "durchgestrichene o" des norwegischen Alphabets stehen), die Stimme könnte dem einen oder anderen durchaus bekannt vorkommen. Handelt es sich doch um den Kopf und die Stimme von "Madrugada", einer norwegischen Band, auf die ich schon mal hingewiesen habe. Nach dem Tot ihres Gitarristen hat die Band vor 3 Jahren beschlossen, sich zu trennen.
Sievert Höyem beschreitet seit dem Solopfade und legt mit "Moon Landing" sein zweites Soloalbum vor. 12 Stücke klare, gitarrenlastige Rockmusik, getragen von seiner wunderbaren kraftvollen Stimme. Fans solcher Musik sein das Album wärmstens ans Herz gelegt.

Sivert Höyem, "Moon Landing", (erschienen 2009 bei "Hektor Grammofon As.", vertieben durch ADA Global, Nr. 5 051808 900226)

 

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Ich möchte mal wieder auf ein Büchlein hinweisen:

Ulrike Sterblich
"Tüte oder so was" - Wie man als Kunde nervt, ohne es zu merken
Erschienen als TB bei Goldmann, 4/2010
ISBN 978-3-442-15609-2 (8,95 Euro)


Hier geht es um ein Thema, das jeder Dienstleistende kennt: Der Kunde. Es geht um das Problem mal nicht aus der Sicht des Kunden (Dazu gibt es diverse Publikationen) sondern aus genau der anderen Perspektive. Amüsant zu lesen und, erschreckend, in wie vielen der beschriebenen Situationen man sich selbst wiedererkennt. Die Mitarbeiter der Bahn(-en) sind diesmal ausdrücklich ausgenommen, würde dieser Stoff doch mehrere weitere Bände füllen.

Wer also mal wieder genervt von seinen Kunden eine ruhige Minute genießen will, sollte zu dem Büchlein greifen. Viel Spaß!
 

Altersstarrsinn

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Es ist ja etwas ruhig um die beiden geworden. Einmal um dieses Thema hier und um IHN, um

Guido Westerwelle, Dr., FDP-Vorsitzender, Vice-Kanzler und Außenminister

Gut, dass es da jetzt ein Büchlein gibt, dass uns Herrn Westerwelle näher bringt. Stefan Gärtner und Oliver Nagel, beide ehemalige "Titanic"-Redakteure (und als Gast-Schreiber Mark-Stefan Tietze), habe sich zur Aufgabe gestellt, den ach so oft verkannten Vice-Kanzler und Außenminister wieder ins Gespräch zu bringen. Es ist ihnen gelungen.

Stefan Gärtner - Oliver Nagel
Guido außer Rand und Band
Die offizielle Biographie
Rowohlt-Verlag, Berlin, 2010
ISBN 978 3 87134 692 7

Es ist keine verballhornte Lebensgeschicht; es ist Satire, die sich von allen Seiten auf die Facetten Westerwelles stürzt.
Zitat:
Aber wer ist Dr. Guido Westerwelle wirklich? Bloß das Bollwerk der Besitzenden gegen die verlausten Bataillone der Armut oder doch ein Visionär, der den Traum von der zementierten Klassengesellschaft träumt? Ist er nur ein aalglatter Karrierist oder einfach Handlungsreisender in eigener Sache?War er als Kind schon schrecklich, oder hat ihn, wie so viele andere, die Pubertät zerstört?

Diesen Fragen gehen die Autoren nach, klären, was im "Big Brother"-Container wirklich geschah, beleuchten seine Jugend, seine ersten politischen Aktivitäten, klären über die Vorgängerprojekte 1 bis 17 des "Projekt 18" auf und vergessen auch nicht einen Psychotest für die Leser:

Auszug:
Wie viel Westerwelle sind sie?
1. Nach einem anstrengenden Nachmittag beim Powershoppen werden sie angebettelt. Wie reagieren Sie?
  1. Ich lasse den guten mann an meiner Armani-Krawatte riechen
  2. Ich bin in so aufgräumter Stimmung, dass ich ihn frage, ob er m,ir auf 500 Euro rausgeben kann
  3. Über
2. Die Familienkasse ist leer. Wie lautet Ihre Ansprache beim Frühstück?
  1. "Das Durchfüttern von Transferempfängern können wir uns nicht länger leisten. Kinder, für euren Lebnensunterhalt sorgt ihr ab sofort selbst!"
  2. "Ich beleihe nachher das kleine Häuschen von Großmutter, um unsere Kaufkraft zu stärken"
  3. "Keine Sorge - sobald die FDP dafür gesorgt hat, dass die Deutsche Bank keine Steuer mehr zahlen muss, werden uns die Kreditschulden erlassen."

Mark-Stefan Tietze setzt mit seinem "psychobiographisch-jugendkultursoziologischem" Grenzgang "Der letzte Popper *)" dem ganzen die Krone auf.

Mein Fazit: absolut lesenswert.

*) Popper: Eine Jugendkultur. "Die Jugendbewegung breitete sich 1979, von Hamburger Gymnasien ausgehend, während der ersten Hälfte der 1980er Jahre aus. Die meist aus der Mittel- bis Oberschicht stammenden Anhänger (Jahrgänge 1962 bis 1966) gaben sich bewusst konformistisch und unpolitisch. Sie zelebrierten demonstrativ den Konsum, aus Überdruss an und aus Protest gegen die vorangegangenen und vorhandenen konsumkritischen Jugendkulturen („Rebellion gegen die Rebellion”)." Wikipedia


Gruß

A
 


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