Lokführermangel beheben leicht gemacht

Knallkopf

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Atlanta , überlege einmal bitte , wann diese Spielchen mit ausgliedern , neugründen usw. und den mahnenden Rufen der Gewerkschaften : `Seit froh , das ihr noch arbeiten dürft ! ` in Deutschland begonnen wurde ! Und die vielen einfach gestrickten Menschen gehen dem dann auf dem Leim , weil vielen die nackte Angst im Nacken sitzt . Dabei steht schon in den Geschichtsbüchern geschrieben : Friede den Hütten , Krieg den Palästen ! Und ich habe auch nirgends gelesen , das Spartacus eine Streikweste angezogen hatte ...
 
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frankxx1

Guest
Jammern vielleicht. Auf hohen Niveau? Nein! Es kommt auf die Perspektive an.
Es ist ein "Jammern" über eine ungerechte Bezahlung, über die zweierlei Behandlung der selben Arbeit. Und das trotz einer Gewerkschaft, die sich damit rühmt über 80% der Lokführer zu vertreten.
 

Knallkopf

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Mein lieber BLOaner , was ist nur aus den kampferfahrenen , alten Preußen geworden ??? Wenn ich so noch , an meine Jahre auf dem preußischen Kasernenhof zurückdenke ... Sind die alten Preußen etwa noch vor den Deutschen ausgestorben ?
 

MD 612

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Jammern vielleicht. Auf hohen Niveau? Nein!
Doch, eindeutig...

Ich schreibs nochmal: Such Dir was besser Bezahltes, der Stellenmarkt ist voll davon!!
Ich bin aber dennoch über Eure Lösungsansätze interessiert, die den Lokführermsngel beheben. Ich bin eben der Meinung, dies geht nur noch über den Lohn.
Der Fernverkehr hat kaum Mangel an Lokführern, wozu dann dort einen höheren Lohn?? Dann doch erstmal Regio und die Privatbahnen und der Fernverkehr kann warten...
 
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frankxx1

Guest
Vielleicht ist es Zeit Qualifikationszulagen zu zahlen. So wie in jeder anderen Firma auch?!
 

MD 612

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Vielleicht ist es Zeit Qualifikationszulagen zu zahlen. So wie in jeder anderen Firma auch?!
Für 'ne simple Baureihe?? Welche Firmen zahlen sowas?? Wer entscheidet denn, ob Du qualifiziert wirst oder nicht?? Dein Teamleiter nach Nase?? Oder endet das am Ende darin, dass jeder nur eine Baureihe / eine Strecke fährt, um Qualifikationszulagen zu sparen?? Soweit denkst Du ja nicht...

Und vergiss nicht, Du wolltest mit mehr Lohn Lücken im Personalbestand füllen. Lücken, die der Fernverkehr kaum hat. Sieht also schlecht aus für Dich...
 
Zuletzt bearbeitet:

MD 612

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Die Lücken im Fernverkehr werden auch immer größer...
Die sind aber lange noch nicht zu vergleichen mit den Lücken, die manche Privatbahn und mancher Regio-Betrieb zu decken hat.

Gruß Peter
 

oecherbahn

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Lonestarr

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Und ich habe auch nirgends gelesen , das Spartacus eine Streikweste angezogen hatte ...
Nein, hat er nicht. Aber er hat Gesicht gezeigt, hat Getreue um sich geschart und hat zusammen mit diesen den Kampf für ein besseres Leben für alle aufgenommen. Daß er letztlich gescheitert ist, nun ja, sei's drum. Hätte auch anders ausgehen können. Nur sind das alles Verhaltensweisen, die ich mit einem bestimmten hiesigen Forenuser nun so garnicht in Verbindung bringen kann.

Gruß Thomas
 

Knallkopf

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Vielleicht ist es Zeit Qualifikationszulagen zu zahlen. So wie in jeder anderen Firma auch?!

Gibt es doch schon , nur eben ganz anders , wie wir uns das vorstellten . Denke nur mal an die Auslandslohngruppe ! Nur leider haben eben auch schon sehr viele diese Lohngruppe , aufgrund der alten Lohnstrukturen ( früher E9/3 ) ohne je ins Ausland zu fahren oder gefahren zu sein .
 

Simulant

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Richtig gearscht sind die Leute in der Gesundheitspflege/Altenpflege. Nicht nur dass sie ihre Ausbildung selbst bezahlen müssen, wenn sie zögerlich ihr Stimmchen erheben dass sie mehr Geld verdienen müssen um zu überleben, werden sie abgebügelt mit dem Argument "dann wird Pflege unbezahlbar".
 

Atlanta

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Vielleicht ist es Zeit Qualifikationszulagen zu zahlen. So wie in jeder anderen Firma auch?!
Einspruch!

Bei uns wurde für Zusatzqualifikationen nichts gezahlt, was sich nach Abzug der Sozialkassen uns Steuern positiv auf den Nettokohn ausgewirkt hätte.
Zusatzqualifikationen wurden erwartet daran "rein freiwillig" in der privaten Freizeit daran teilzunehmen um Eigeninitiative und Engagement gegenüber des Arbeitgebers zu zeigen.
Mich bildete man zum "Hobby Bombenbastler" also Gefahrengutexperten in der Luftfracht nach IATA/ICAO geprüft durch das LBA aus. Dafür ging ein Wochenende drauf.
Den Kurs und die Prüfung beim Luftfahrtbundesamt LBA zahlte zwar der Arbeitgeber, ebenso die alle zwei Jahre stattfindenden Auffrischungskurse.
Beim Kranschein fielen die MA und AN in Mißkredit, die verhindert waren, denen drohte man mit Abmahnung oder Lohnkürzung.
Die A Schicht und B Schicht gegeneinander auszuspielen und Leistungswettbewerbe stattfinden zu lassen ist ziemlich unfair.
Juckte mich aber nicht, da ich eh nur Dauerspätschicht machte.
10 Tage arbeiten 1 Tag frei, 10 Tage arbeiten 1 Tag frei usw. und das über 2 Jahre am Stück...abzüglich Urlaub.

Nach meiner internen Beförderung gabs bessere Arbeitszeiten aber nicht mehr Geld. Ich durfte zu weiteren internen Schulungen antreten die grundsätzlich in meiner Freizeit stattfanden.

Nach vier Jahren beschloß irgendwer bei Airbus die Logistik Neu zu organisieren...es wurden Ausschreibungen gemacht und 150 MA durften dann gehen, darunter auch ich. Da wurde dann auf die erworbenen Qualifikationen geschaut und man bekam die Entlassung ein paar Tage später. Jüngere AN ohne Facharbeiterbrief aber mit Abitur und sehr vielen Zusatzqualifikationen wurden bevorzugt behalten. AN ü 40 entlassen.

Die Bundesagentur für Arbeit ist nur im Wahljahr spendabel um die Statistiken zu schönen, was Fortbildungen anbetrifft ansonsten wird man nach 360 Tagen ans JobCenter weitergereicht und nach zwei Jahren in Zwangsverrentung mit erheblichen Abzügen.
 

Knallkopf

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Atlanta , bitte 10 Tage arbeiten 1 Tag frei ist so nicht zulässig ! Da ist sicher eine geforderte Ruhe von mindestens 24 oder tariflich mehr Stunden enthalten . Allerdings müssen dies 24 Stunden eben kein voller Kalendertag sein . Von 14 bis 14 Uhr , kann eben auch ein Ruhetag sein und somit bist du an allen aufeinanderfolgenden Kalender-Tagen arbeiten . Wir schaffen sogar 36 Stunden Ruhe ohne vollen Kalendertag ! Schließlich hat in Deutschland noch keine Gewerkschaft eine schutzwürdige , nutzbare und dem Biorythmus angepasste , Freizeit eingefordert !
 

sbb.lokmaster

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Also wenn ich mir so manches hier durchlese kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Wenn dem einen oder anderen sein derzeitiger Arbeitsplatz/Arbeitgeber nicht gefällt, so kann man ja derzeit problemlos wechseln. Gerade im Bahnbereich werden fast überall Personale gesucht. Und das Thema Bezahlung: Nun ja das ist im Grunde Relativ: Ich kenne beide Seiten Privatbahn und DB AG und muß sagen so groß ist der Unterschied im Regelfall nicht. Es ist auch ein Unterschied wo ich Arbeite und Wohne. Ich kann wegnah am Arbeitsplatz wohnen, aber wenn das eben eine Großstadt ist, wo oft genug inzwischen die Mieten jenseits von Gut und Böse sind, dann kann eben ein Gehalt eines Privaten der sogar mehr bezahlt als die DB AG sehr knapp sein. Hingegen kann ein kleiner Privater auf dem Land, der zwar weniger als die DB AG bezahlt, verbunden mit einer preiswerten, vergleichbaren Wohnung wie in der Stadt, trotzdem ein Gehalt zahlen, mit dem man gut Leben kann.

Und warum wechseln derzeit so einige Personen zur Eisenbahn, so unter anderem auch zur DB AG? Mir ist ein Fall bekannt, das jemand, der vorher bei Airbus war, als Seiteneinsteiger TF zur Bahn gekommen ist. Er hat zwar bei Airbus mehr verdient, aber zu welchen Bedingungen?

Gerade wenn man jung ist, gilt immer der Alte Satz: jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Wenn man eine sehr gute Qualifikation hat, kann man ja meist aus mehreren Berufen auswählen.

Ich für meinen Teil sage, mir passt es so, wie es derzeit ist, vor allem, weil ich inzwischen ein Alter erreicht habe, wo man nicht mehr unbedingt vor allem in der sogenannten "freien Wirtschaft" genommen wird.

Aber ich kann eben nur für mich reden. Ich wohne sozusagen auf dem Land und meine Dienststelle ist gerade mal 6 km vom Haus entfernt. Bei jedem anderen von Euch sieht das eben auch anders aus.

Und das üble daherreden über andere Berufe finde ich auch ganz ehrlich gesagt "unter aller Sau" vor allem dann, wenn man von diesem Beruf im Grunde keine Ahnung hat. So z.B. hier über den Beruf der Vermessungstechnikerin. Sehr oft sind diese Personen auch bei übelsten Wetter draussen unterwegs, wo hingegen wir Tf´s überwiegend im Trockenen Führerhaus sitzen. Und dementsprechende Qualifikationen müssen diese Vermessungstechniker auch haben, denn wenn die beim messen Fehler machen, dann kann das auch sehr teuer werden, genauso, wie, wenn ein Tf einen Fehler macht.
Man kann da eher einen Rangierer mit einem Vermessungstechniker vergleichen, denn beide sind sehr oft draussen, egal, ob es Schneit, Stürmt oder die Sonne scheint. Aber damit enden die Gemeinsamkeiten schon mehr oder weniger.

Aber egal, wichtig ist, das einem der Beruf spass macht, und meist hat man sich es ja selber ausgesucht. Und wenn man merkt, das es einem doch nicht taugt, dann kann man ja versuchen zu wechseln.
 

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Richtig gearscht sind die Leute in der Gesundheitspflege/Altenpflege. Nicht nur dass sie ihre Ausbildung selbst bezahlen müssen, wenn sie zögerlich ihr Stimmchen erheben dass sie mehr Geld verdienen müssen um zu überleben, werden sie abgebügelt mit dem Argument "dann wird Pflege unbezahlbar".
Aber die Bezahlung der Azubis in der Pflege wird ab 2020 durchgesetzt.... Kleinigkeiten werden verbessert, aber ob es wirklich im grossen Stil sich was ändert, werden wir sehen.
 

Atlanta

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Atlanta , bitte 10 Tage arbeiten 1 Tag frei ist so nicht zulässig ! Da ist sicher eine geforderte Ruhe von mindestens 24 oder tariflich mehr Stunden enthalten . Allerdings müssen dies 24 Stunden eben kein voller Kalendertag sein . Von 14 bis 14 Uhr , kann eben auch ein Ruhetag sein und somit bist du an allen aufeinanderfolgenden Kalender-Tagen arbeiten . Wir schaffen sogar 36 Stunden Ruhe ohne vollen Kalendertag ! Schließlich hat in Deutschland noch keine Gewerkschaft eine schutzwürdige , nutzbare und dem Biorythmus angepasste , Freizeit eingefordert !
Mit dieser Arbeitszeitregelung konnte selbst Ver.di nichts dagegen machen, denn der Gesetzgeber erlaubt eine Ruhepause von 10 Stunden bevor ein neuer Schichtintervall beginnt. Die 10 Stunden werden gerechnet ab Dienstschluß in der Firma...so war es bisweilen.
Ich bin Gewerkschaftler und hatte mich mit dem Thema eingehend beschäftigt.
Nicht jede Firma ließ den Mitarbeitern auch Zeit nach Hause zu kommen und die 10 Stunden ab betreten des Hauses zu Hause beginnen zu lassen.
Erst jetzt im Jahr 2019 wurde diesbezüglich eine Neuregelung im Bundestag beschlossen, die aber derzeit beim Bundesrat liegt und noch nicht gültiges Gesetz ist.
Darin wird festgelegt, daß die Zeit zwischen zwei Schichtintervallen mindestens 12 Stunden betragen muß zzgl. der An- und Abreiseweg von und zur Arbeitsstelle. Es sollen dann mindestens 24 Stunden vergehen bevor man wieder für maximal 10 Tage am Stück in einer Schicht arbeiten darf.

Sind Wechselschichten oder Teilungsschichten im Dienstplan, müssen nach der Neuregelung 12 Stunden Freizeit zwischen zwei Schichten liegen (bisher 10 Stunden) zzgl. der Zeitaufwand zum Erreichen der Wohnung (gab es vorher nicht).
 


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