Neuer Bundestag 2013 - ??

Altersstarrsinn

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[...]Der Bundesnetzagentur Chef im Tagesspiegel."Wir wollen den Wettbewerb auf der Schiene" [...]

Ohja! :021:
Herr Homann, die Lokführer bestreiken die Bahn und Deutschland steht still. Was sagt das über den Wettbewerb auf der Schiene aus?

Der Streik der Lokführer zeigt eindeutig, wie wichtig es ist, dass Verkehrsleistungen nicht nur von einem Unternehmen erbracht werden. Gerade im Güter- und im Personennahverkehr steigt die Zahl der Wettbewerber kontinuierlich an. Im Fernverkehr ist mehr Wettbewerb wünschenswert.

Ohmann. Kann dem mal jemand erklären (aber so, dass er das versteht), dass nicht Unternehmen Loks und Tw fahren, sondern Menschen. Menschen, die zum Teil gewerkschaftlich organisiert sind und auch mal was vom Kuchen abhaben wollen, die diese Unternehmen auf ihren Knochen einsacken?

Hat Ihre Regulierung versagt, wenn die Fahrgäste immer noch wie früher auf die Bahn angewiesen sind und nicht umsteigen können?

Da hat der Reporter oder Redakteur nicht verstanden, was diese "Regulierung" und erst recht was "die Bahn" sein soll. Auch ein privates Schienenverkehrsunternehmen ist eine "Bahn" und umsteigen können sie immer. Auf die hochgelobten Fernbusse, auf private Nahverkehrsunternehmen, aufs eigene Auto, das Flugzeug....

Die Regulierung hat die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass auch andere Unternehmen als die Bahn das Schienennetz diskriminierungsfrei nutzen können. Wir sichern dieses Zugangsrecht. Ob das Recht in Anspruch genommen wird, liegt in der Entscheidung der einzelnen Unternehmen.

Ahja. Das ist also die Entscheidung der einzelnen Unternehmen. Wenn ein Unternehmen entscheidet, auf bestimmten Strecken nicht zu fahren, ist das ohne weiteres im Sinne des freien Wettbewerbes, eine freie Entscheidung. Liebe "Deutsche Bahn", es ist Eure freie Entscheidung, im Sinne des Wettbewerbes auch eine Bedienung von Strecken abzulehnen, wenn andere nicht fahren wollen. Ihr braucht nicht!

Die Bahn bekommt Konkurrenz von den Fernbussen. Reicht Ihnen das?

Nein, wir wollen auch den Wettbewerb auf der Schiene. Die Konkurrenz zwischen Bahn und Bus führt natürlich zu einer Angebotsvielfalt für den Reisenden. Eine Voraussetzung dafür ist jedoch fairer Wettbewerb zwischen Bus und Bahn.

Sie wollen Wettbewerb (auch) auf der Schiene. Das ist schön. Seltsam ist nur, dass gerade im Fernverkehr etliche Unternehmen bereits Rückzieher gemacht haben (Es ist ihre freie Entscheidung, sagten Sie). Im Sinne des freien Wettbewerbs wollen diese Unternehmen nicht. Der Wettbewerb funktioniert also so nicht. Wie stellen Sie sich diesen Wettbewerb denn vor? Wollen sie die "Deutsche Bahn" zwingen, gewinnbringende Strecken aufzugeben und an private Unternehmen abzutreten? Ist das dann Wettbewerb?

Dass die Konkurrenz zwischen Bus und Bahn zu einer Angebotsvielfalt geführt hat, steht außer Frage. Hier ein paar Strecken, auf denen sich zig Busunternehmen einen ruinösen Preiskampf liefern, mit unterbezahlten Fahrern, oft genug mittels Gesetzesverstößen, hier die Bahn, die zu kostendeckenden Preisen ihre Züge fährt. Die Angebotsvielfalt beschränkt sich im Moment darauf, von einem Zentrum zum anderen mit irgendeinem privaten Busunternehmen zu fahren ohne zu wissen, ob man auch heile ankommt oder eben auf die Deutsche Bahn angewiesen zu sein, wenn außerhalb der Zentren nichts anders als diese fährt.

Ihrer Aussage, daß fairer Wettbewerb zwischen Bus und Bahn die Voraussetzung für die Angebotsvielfalt sein muss, entnehme ich, dass Fernbusse demnächst ebenfalls Autobahn-Maut und Stationsgebühren in den angefahrenen Städten zahlen müssen. Das, mein lieber Herr Homann, ist die erste vernünftige Aussage.

Gestatten Sie mir, den Rest nicht mehr zu kommentieren. Ihre bisherigen Aussagen reichen mir vollständig.

Ich danke Ihnen.


Gruß

A.


 

macmoldis

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. Kann dem mal jemand erklären (aber so, dass er das versteht), dass nicht Unternehmen Loks und Tw fahren, sondern Menschen. Menschen, die zum Teil gewerkschaftlich organisiert sind und auch mal was vom Kuchen abhaben wollen
Homann sagt: "Der Streik der Lokführer zeigt eindeutig, wie wichtig es ist, dass Verkehrsleistungen nicht nur von einem Unternehmen erbracht werden" ... was dann bedeutet DIE Bahn, also die Deutsche ist noch viel zu groß, denn währe sie nur noch halb so groß, dann könnten sie auch nur das halbe Deutschland still stehen lassen. Je mehr und je kleiner die EVU sind, desto geringer die Schaeden, wenn mal in einem dieser gestreikt wird, volkswirtschaftlich gesehen, versteht sich.
 

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Ich habe heute mal einen aus der Bundesnetzagentur gefragt,wie denn nun der Wettbewerb auf der Schiene denn nun aussehen soll.Es wird ja immer wieder gesagt,mehr Wettbewerb,es gibt zwar kein anderes Land was etwa 439 Öffentliche Eisenbahn Unternehmen hat,aber gut.
Nun der Wettbewerb soll sich so ähnlich bündeln wie der Fernbusse.Nur das Problem ist,keiner der Konkurrenz möchte das so richtig machen.Ganz im Gegenteil,es wird immer wieder betont,die DB soll den Fernverkehr machen....
Das Einzigste was kommen wird,sind einige Linien Verbindungen und Internationale Verkehre.
Der SFV lässt sich nur als Monopolist Finanziell auf dauer Stemmen.Wettbewerb wie sich so manch Bahn Hasser,Grüner und DSO Fan sich wünscht,ist so nicht mehr möglich.
Außer man vertreibt Lizenzen,doch dazu gehört einiges mehr.
 

Altersstarrsinn

Forenphilosoph
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I[...]
Der SFV lässt sich nur als Monopolist Finanziell auf dauer Stemmen.Wettbewerb wie sich so manch Bahn Hasser,Grüner und DSO Fan sich wünscht,ist so nicht mehr möglich.
Außer man vertreibt Lizenzen,doch dazu gehört einiges mehr.

Dazu gehört nur ein Umdenken des DB-Konzern.

Warum soll die DB den Fernverkehr selber fahren? Reicht es nicht, das auf den Zügen usw der DB-Keks prangt? Also warum nicht als Franchising-Unternehmen auftreten? Logo, Züge, Loks und Strecken an Subunternehmer vermieten, ihnen vorschreiben, mit welchen Baureihen zu fahren ist, welche Taktdichte einzuhalten ist und dann nur noch abkassieren. Selbst ein Franchising-Nehmer als Subunternehmer kann noch gut verdienen. Der vermietet wiederum einzelne Züge und Fahrzeuge an Susub-Unternehmen, sprich an ein Team aus Lokführer, Zugchef usw. diesen schreibt er die Preise, die Leistung usw vor und schon brummt der Laden. Wettbewerb bis aufs Messer.

Kommt die Bahn ASG wegen schlecht gewarteter Züge oder was anderes ins Gerede, war es eben der Subsub-Unternehmer. Die kann man dann vor Gericht stellen, die Medien berichten über miese Arbeitsbedingungen bei diesen Unternehmern und die Leistung wird wieder an einen neuen Wettbewerber ausgeschrieben. Das ist dann doch was anderes als der alle 10 Jahre stattfindende Wettbewerb im Nahverkehr. Hier findet dann der Wettbewerb direkt vor den Augen der Fahrgäste statt, notfalls handgreiflich. Aber ob das besser ist?


Gruß

A.
 

Bahnstern

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Klar nennt sich dann Burger Bahn oder MC Dobahn. Nehmen sie eine Strecke für ne Mark....oder eine zweite für 2 Mark....
Als Lokführer sitzen dann Studenten für Medizin oder gar Justiz oder Frau Cindy aus M. am sprichwörtlichen Rad....
 

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maschwa

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maschwa

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Ein Formfehler ??? Mit Studium wäre der nicht passiert ....

Schon lesen lernen hätte das Schlimmste verhindern können.... Ansonsten sollte man nicht zu geizig sein und sich fachlichen Rat holen. Aber die Selbstüberschätzung nimmt eben kein Ende. Oder war es Kalkül? Deutsche Politiker sind eben unglaubwürdig....

MfG
maschwa
 

PBKA

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Ich frage mich trotzdem, was man bei einem solchen Studium eigentlich lernt, wenn jemand ohne ( wie Frau Hinz ) jahrelang unbemerkt so tun kann als ob.
 

Traindriver

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Es haben schon Ärzte jahrelang praktiziert und waren höchstens Krankenpfleger. Und wenn Du Dir so manches Management ansiehst, braucht man kein Studium. Personal entlassen, Angebote reduzieren und Preise erhöhen kann man auch mit Hauptschulabschluss. Hier ist wohl in erster Linie ein völlig übersteigertes Selsbstbewußtsein ausschlaggebend.

Bei Frau H. war dieser gefälschte Lebenslauf aber so was von überflüssig....

Bosbach? Verbinde ich hauptsächlich mit einer Forderung nach der Ausweitung von Videoüberwachung im öffentlichen Raum, der Forderung nach Einführung von Körperscannern an deutschen Flughäfen, der Verlängerung des Terrorismusbekämpfungsgesetzes und der Visawarndatei und der Forderung nach Verboten von Spielen wie ein Verbot von Paintball, Softair und Gotcha und sogen. "Killerspiele". Eben ein konservativer Low-and-Order-Politiker.


Gruß

A.
 

Renntier

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Ich frage mich trotzdem, was man bei einem solchen Studium eigentlich lernt, wenn jemand ohne ( wie Frau Hinz ) jahrelang unbemerkt so tun kann als ob.
Wenn die, die es hätten merken müssen, halt auch nur einen vergleichbaren "Abschluss" haben??:006:
Leider gibt es keine zertifizierten Eignungstests. Die Versagerquote wäre auch ganz interessant. Wenn dann bei diesen Tests nicht manipuliert werden könnte und die Ergebnisse veröffentlicht werden, wäre das vielleicht sogar eine Hilfe für die Wählerentscheidung. BKin zero Points.
 
Zuletzt bearbeitet:

olso001

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Den Papageien zum Kolumnisten machen
Bei Wolfgang Bosbach und „Bild“ ist es ein bisschen wie bei der Henne und dem Ei: Was war zuerst da? Der Quatsch, den Wolfgang Bosbach erzählt und den „Bild“ dankbar aufgreift? Oder der Quatsch, den „Bild“ verbreitet und den der CDU-Politiker in einem seiner vielen Talkshowauftritte und Interviews zitiert und weiterdreht?
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