noch mal zur neuen Lage in Sachen Brevo...

Zeitarbeiter

Frischling
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Versciedentlich wurde hier schon darauf hingewiesen, daß seitdem die VDV 757 nicht mehr netzzugangsrelevant ist, die EVUs in Sachen Bremsberechnung eigentlich machen können, was sie wollen.

Hier nun der Aufruf zu einem Brainstorming zur Frage:

Was kann ich als Tf tun, um mich dagegen zu wehren, mit Zügen mit unrealistisch hochgerechneten Bremsprozenten herumzufahren?
Zu warten, bis etwas passiert, kann nicht die Lösung sein!
 

Gallusrowdy

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AW: noch mal zur neuen Lage in Sachen Brevo...

Es ist immer die frage wer den Fahrhebel bedient, der hat die Macht am Zug.
Ich hatte mich vor jeder Zugfahrt gesagt meine Nase ist die Knautschzone am Zug und ich möchte mit einer heilen Nase nach Hause kommen.
 

maschwa

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AW: noch mal zur neuen Lage in Sachen Brevo...

Moment, Brevo regelt die Bremsberechnung des Zuges!!!! Nicht geregelt werden jedoch die notwendigen Mbr. Die sind Geschwindigkeits-/ Last- und Infrastrukturabhängig im Verältnis zur Bremsmasse/ Zugmasse. Unrealistisch hoch kommt jedoch in der Regel von zu hoch bestellten vorhandenen Brh durch den Besteller, die dann auch in die Mbr-Angabe des Fahrplankopfes übernommen werden. Das Verhältnis der Einschränkungen bei fehlenden Brh im Gegensatz zu den geforderten Mbr ist immer noch in der 408 und nicht in der Brevo geregelt!!!! Dies obliegt immer noch dem Infrastrukturbetreiber. Bei unrealistisch hohen Mbr - Angaben würde ich mal meine Leitstelle fragen, mit welchen Brh-Werten die Fahrpläne bestellt wurden und warum....

MfG
maschwa
 

Zeitarbeiter

Frischling
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AW: noch mal zur neuen Lage in Sachen Brevo...

Nein, daß meinte ich nicht.
Die Abzüge langer Züge in P fallen nach aktueller Brevo recht hoch aus. Es gibt jedoch private EVU, die 700m-Züge mit unter 10% Abzug, statt der geforderten (bzw. leider empfolenen) 19% fahren.
 

Martin

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AW: noch mal zur neuen Lage in Sachen Brevo...

Die Berechnung der vorhandenen Brh legt jedoch der EBL des EVU fest. Theoretisch könnte man da z.B. auf Abschläge bei großer Zuglänge verzichten oder auf Abschläge für Fahrzeuge in Bremsstellung G in Zügen die in P laufen sollen usw. Bloß hier wird sich wohl kein EBL in die Nesseln setzen und Regel aufstellen die in grobem Maße den anerkannten Regeln der Technik entsprechen.

Übrigens ist es auch im DB-Konzern schon so, dass für unterschiedliche Unternehmen auch unterschiedliche Brh errechnet werden (z.B. DB Autozug ggü. DB Fernvekehr).
 

Gelöschtes Mitglied

Gelöscht
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AW: noch mal zur neuen Lage in Sachen Brevo...

Übrigens ist es auch im DB-Konzern schon so, dass für unterschiedliche Unternehmen auch unterschiedliche Brh errechnet werden (z.B. DB Autozug ggü. DB Fernvekehr).

Ist schon witzig was heute alles so geht
 

Gallusrowdy

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AW: noch mal zur neuen Lage in Sachen Brevo...

Nein, daß meinte ich nicht.
Die Abzüge langer Züge in P fallen nach aktueller Brevo recht hoch aus. Es gibt jedoch private EVU, die 700m-Züge mit unter 10% Abzug, statt der geforderten (bzw. leider empfolenen) 19% fahren.


Wenn der die Regeln festsetzende EBL des jeweiligen EVU meint,das es so auch geht und dann geht es doch in die Hose hat er das vor Vater Staat zu verantworten!
 

Gallusrowdy

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Wenn der die Regeln festsetzende EBL des jeweiligen EVU meint,das es so auch geht und dann geht es doch in die Hose hat er das vor Vater Staat zu verantworten!

nur das EVU hat "nur" wirtschaftlichen Schaden, wir Tf leider meistens ein Gesundheitlichen
 

drehstromer

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Das steht auf einem anderen Blatt,hier ging es erstmal vornehmlich um die gesetzliche Haftung und Legalität.
 

Martin

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AW: noch mal zur neuen Lage in Sachen Brevo...

wenn es nicht um die Sicherheit gehen würde könnte man da wirklich lachen

Das gleiche ist doch schon sehr etlichen Jahren im Güterverkehr gängige Praxis gewesen. Während die Ril 408 bei Zügen von 501 bis 600 m einfach 5% Abzug forderte, rechneten EDV-Systeme differenziertere Werte aus und so wurde einem Zug mit meinetwegen 505 m nur 1% abgezogen und nicht gleich die vollen 5%. Um die Berechnung von Hand einfacher zu gestalten hat man eben mehr pauschalisiert. Oder hättest du gerne eine Tabelle auswändig gelernt wie meinetwegen 501-517m 1%, 518-526m 2%, 527-539m 3% usw. ? (Werte erfunden!)
Diese Tabelle würde sich eher an den tatsächlich vorhandenen Bremsverhältnissen orientieren.

Man darf auch nicht vergessen, dass bis jetzt ein Reiszug mit 450 m auch zum stehen kam ohne dass ihm seit Fahrplanwechsel gleich 10% der Brh abgezogen wurden.
 

Gallusrowdy

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Das steht auf einem anderen Blatt,hier ging es erstmal vornehmlich um die gesetzliche Haftung und Legalität.

Ich habe die Frage eher so verstanden was wer dagegen machen kann.

Zitat Zeitarbeiter: Was kann ich als Tf tun, um mich dagegen zu wehren, mit Zügen mit unrealistisch hochgerechneten Bremsprozenten herumzufahren?
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maschwa

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So hattest du es leider nicht formuliert.... Im Zweifelsfall entscheidest Du. Die Weisungsverantwortung obliegt ja dem EBL des EVU's... Vielleicht sollte man diesen mal ansprechen????

MfG
maschwa
 

Der treue Johannes

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AW: noch mal zur neuen Lage in Sachen Brevo...

Was mich in diesem Zusammenhang schon länger interessiert: Bei einer identischen Zugkomposition werden ja in verschiedenen Ländern die Bremsen durchaus unterschiedlich eingestellt, und auch dort scheint es sicher eine technische Begründung zu geben wieso so und nicht anders verfahren werden darf. Wie kann man das erklären?
Andererseits sind einige der Änderungen bezüglich der Bremsberechnung in der neuen Brevo damit begründet, daß eine europaweite Angleichung stattfinden soll. Dann müßte sich bei diesen Ländern im Regelwerk ja auch einiges ändern.
 

Knallkopf

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AW: noch mal zur neuen Lage in Sachen Brevo...

@ Johannes ,

du meinst mit Ländern bestimmt andere Staaten und damit Züge im Grenzüberschreitenden Verkehr , nicht aber andere Bundesländer .
 

Trennhuepfer

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@ Johannes ,

du meinst mit Ländern bestimmt andere Staaten und damit Züge im Grenzüberschreitenden Verkehr , nicht aber andere Bundesländer .

wir sind zwar auf dem Weg zu Länderbahnen, aber ich denke auch, daß Staaten gemeint waren :003:
 
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