National Schiene erfordert echte Bahnreform 2.0 Breites Verbändebündnis im Schienensektor

(Berlin) - Eine grundlegende Reform des Systems Schiene hält ein breit aufgestelltes Bündnis aus dem Schienensektor jetzt für erforderlich. Die Bahnreform II sei keinesfalls eine Diskussion von vorgestern, sondern für heute, morgen und übermorgen. Aktiver Klimaschutz im Verkehrsbereich könne nur durch eine echte Verkehrsverlagerung auf die Schiene als ein Bestandteil der Mobilitätswende gelingen. Für die Erreichung der dahinterstehenden politischen Ziele, wie die Einführung des Deutschlandtaktes und dem dafür zwingenden Aus- und Neubau sowie der Modernisierung der Schieneninfrastruktur, sei dies unumgänglich. Diese Position vertritt ein breites Bündnis aus dem Schienensektor in einem heute in Berlin veröffentlichten Positionspapier.

 
Eine Trennung von Netz und Betrieb und eine Stärkung des Schienenverkehres? Bin ich absolut dafür ...ABER... um diese Ziel zu erreichen sind wenigstens vier Probleme zu beseitigen:
- Lähmschicht aus dem DB Konzern entfernen - da sitzen die meisten "Stuhlfesthalter" und Feinde einer neuen Bahnreform
- die zukünftige Eisenbahn darf -im Managment- kein Sammelbecken für politischen Restmüll sein (Entkopplung Staat <-> Konzern)
- die Auto- und erst Recht die LKW-Lobby muß aus dem Verkehrsministerium rausfliegen
- Planfeststellungsverfahren müssen wesentlich schneller durchgezogen werden - Entwurf / Umsetzung von Gesetzen gegen NIMBY´s & Co.
 
Eine Trennung von Netz und Betrieb und eine Stärkung des Schienenverkehres? Bin ich absolut dafür ...ABER... um diese Ziel zu erreichen sind wenigstens vier Probleme zu beseitigen:
- Lähmschicht aus dem DB Konzern entfernen - da sitzen die meisten "Stuhlfesthalter" und Feinde einer neuen Bahnreform
- die zukünftige Eisenbahn darf -im Managment- kein Sammelbecken für politischen Restmüll sein (Entkopplung Staat <-> Konzern)
- die Auto- und erst Recht die LKW-Lobby muß aus dem Verkehrsministerium rausfliegen
- Planfeststellungsverfahren müssen wesentlich schneller durchgezogen werden - Entwurf / Umsetzung von Gesetzen gegen NIMBY´s & Co.
Lieber BL Oaner!

Diese deine Wünsche sind zwar sehr berechtigt! Gleichwohl werden unsereiner die Erfüllung der Selbigen nicht mehr erleben.:))
Darauf verwette ich mein nicht vorhandenes Vermögen.:))

Gruß:UFO
 
Ich gehe davon aus, dass die Trennung früher oder später kommen wird. Ob das die Probleme beseitigt, wage ich zu bezweifeln.
Meines Erachtens fehlt es Netz zum einen an moderner IT und an genügend Fachkräften.
 
Bei der Bahnreform 1994 wurde aus einer "Behörde" ein marktwirtschaftliches Unternehmen. Eine "neue" Bahnreform würde nur die Unternehmensform ändern. Das bringt aber nix, außer dass neue Farben und neue Schilder an den Bürotüren angebracht werden (hatten wir in den letzten 25 Jahren auch oft genug, ohne dass von "Reform" gesprochen wurde).
Ich habe es schonmal gesagt, und ich sage es wieder: es müssen nur die politischen Ziele neu definiert werden, die Struktur muss deswegen nicht verändert werden (optimiert ja, aber das ist was anderes). Dazu braucht es aber keine "Reform"!
 
Schaut man sich an, wer da fordert. Nett...
Mofair, die Rosinenverteidiger, ein Baulobby mit dem Motto, Kostengünstig aber dann wird es 30% teurer, eine Gewerkschaft.
Kurz die Wirtschaftsvertreter von Union und FDP, poltern wieder.
 
Hier wird noch etwas ausführlicher berichtet.


Schaut man sich an, wer da fordert. Nett...
Mofair, die Rosinenverteidiger, ein Baulobby mit dem Motto, Kostengünstig aber dann wird es 30% teurer,
Dazu in dem Artikel:
Auch der Bauindustrie, die ihr Geld unter anderem mit der Schieneninfrastruktur verdient, in die in diesem Jahr 12,7 Milliarden Euro fließen, wäre der Staat als geschäftliches Gegenüber lieber als der integrierte Konzern Deutsche Bahn. Verbands-Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller wünscht sich „einen Partner, der sich auf Ausbau und Erhalt der Schieneninfrastruktur konzentriert, eine faire Partnerschaft auf Augenhöhe ermöglicht“. Daraus lassen sich Zweifel ableiten, dass die Industrie die DB immer als „Partner auf Augenhöhe“ betrachtet. Zumal die noch eine eigene Bahnbau-Gruppe mit mehr als 3000 Mitarbeitern unterhält, also eine Konkurrenz für die Branche unter dem Dach des Bahnkonzerns.
Am besten die Bahnbau-Gruppe verkaufen damit mehr Aufträge für die privaten Bauunternehmen übrig bleiben, die dann die Preise selbst bestimmen können, weil die DB es nicht mehr selber machen könnte.

Die EVG stellt sich klar gegen die Bahnreform 2.0
 
Am besten die Bahnbau-Gruppe verkaufen damit mehr Aufträge für die privaten Bauunternehmen übrig bleiben, die dann die Preise selbst bestimmen können, weil die DB es nicht mehr selber machen könnte.
Wieso sollen die "Privaten" teurer sein? Normalerweise sollte Konkurrenz dafür sorgen, dass intern oder extern vergeben ungefähr gleich kostet. Der Vorteil einer eigenen Bahnbaugruppe ist natürlich, dass man besseren Einblick in die Zahlen hat und daher selber besser weiß, was etwas kostet.

ich denke nicht dass Baufirmen natürliche Monopole sind.
 
Die Kostensenkung durch Privatisierung und Ausschreibung geht auch nur bis zu einem gewissen Punkt. Irgendwann geht es sinnvoll nicht mehr billiger, und ab diesem Punkt wird dann versucht durch Einsparungen an anderen Faktoren die Kosten weiter zu senken. Das geht irgendwann zu Lasten von Qualität und Sicherheit. Andererseits lassen sich damit überzogene und unbegründete "Mondpreise" vermeiden. Als unangenehmen Nebeneffekt wandert Fachwissen und Fachkompetenz möglicherweise ab, und lässt sich nicht mehr gebündelt zusammenfassen.

Das wirkliche Non-Plus-Ultra lässt sich so auch nicht umsetzen.
 
Wieso sollen die "Privaten" teurer sein? Normalerweise sollte Konkurrenz dafür sorgen, dass intern oder extern vergeben ungefähr gleich kostet. Der Vorteil einer eigenen Bahnbaugruppe ist natürlich, dass man besseren Einblick in die Zahlen hat und daher selber besser weiß, was etwas kostet.
Das war auch mehr ironisch gemeint.
 
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