International Schwerer BÜ- Unfall in Polen mit DB Regio

Vorhin zweimal hin/rück mit RB66/RE66 dran vorbei gefahren. Eine Fahrzeuggarnitur (den Beschädigungen im Frontbereich nach zu urteilen die unmittelbar aufprallende vordere) liegt sechs Tage nach dem Unfall immernoch vor Ort direkt neben den Gleisen. Die Triebfahrzeugführer haben heute bei Annäherung an jenen unbeschrankten BÜ schon von weitem in einer Vehemenz, ja Extase getrötet, wie ich das noch nie vorher gehört hab.

Aus den Pressemeldungen entstand bei mir der Eindruck, da kreuzt irgend ein unbedeutender landwirtschaftlicher/forstwirtschaftlicher Weg über die Bahnschienen. Nein! Es ist eine "richtige" Straße, die PKW und LKW stehen bei Durchfahrt des Zuges auf beiden Seiten Schlange, und der BÜ ist immerhin mit Lichtsignalen gesichert.
 
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Vorhin zweimal hin/rück mit RB66/RE66 dran vorbei gefahren. Eine Fahrzeuggarnitur (den Beschädigungen im Frontbereich nach zu urteilen die unmittelbar aufprallende vordere) liegt sechs Tage nach dem Unfall immernoch vor Ort direkt neben den Gleisen. Die Triebfahrzeugführer haben heute bei Annäherung an jenen unbeschrankten BÜ schon von weitem in einer Vehemenz, ja Extase getrötet, wie ich das noch nie vorher gehört hab.

Aus den Pressemeldungen entstand bei mir der Eindruck, da kreuzt irgend ein unbedeutender landwirtschaftlicher/forstwirtschaftlicher Weg über die Bahnschienen. Nein! Es ist eine "richtige" Straße, die PKW und LKW stehen bei Durchfahrt des Zuges auf beiden Seiten Schlange, und der BÜ ist immerhin mit Lichtsignalen gesichert.
Das ist aber das Problem. Reine Lichtsignalanlagen werden leider auch hierzulande nicht gerade selten ignoriert. Sicher auch Halbschranken werden umfahren, aber doch seltener. Wir hatten erst vor 3 Wochen einen Unfall an einem mit Blinklicht gesicherten Bahnübergang in Kühnham bei Pocking.
 
Aus dem Fernsehbericht: "Der Übergang bei Pocking ist ein Unfallschwerpunkt. Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen. Der letzte liegt erst 2 Monate zurück."

Da frage ich mich, warum kann man nicht schneller mit Schranken nachrüsten. Passiert immer noch zu wenig oder hat man sich die Gesetze und Vorschriften so zurecht gebastelt, das für Schrankenbau die Strecke mit ESTW umgerüstet und vollständig in Lärmschutzwände gekleidet werden müsste.

Das der BÜ in Bayern liegt und es damit das ärmste aller Bundesländer in DE treffen würde, ist mir bewusst. [\IRO]
 
Unfallschwerpunkt? Seltsam, denn an dem Übergang passieren wenige Unfälle. Vor 2 Monaten hat es dort keinen Unfall gegeben. Der Reporter hat das mit einem anderen Übergang verwechselt. Aber im Grunde egal, denn solche Unfälle passieren eben leider immer wieder, weil eben Rotes Blink- oder Dauerlicht ignoriert wird.
 
Das verunfallte Fahrzeug lag am 18.8. und 1.9.2021 immernoch neben den Gleisen.
Soweit aus der Vorbeifahrt erkennbar, durchlebt der Zug nun wohl sukzessive eine
Phase der Wandlung zur Graffitti-Leinwand und zum Partytrain.
 


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