Tagesticket M

Altersstarrsinn

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Jetzt kenne ich mich im Steuerrecht nicht aus, aber was wäre, wenn der AG nach § 37b EStG diese Fahrkarten pauschal besteuert? Hatten wir ja schon mal. DB und wahrscheinlcih auch DR haben ja die Freifahrten pauschal versteuert.


Gruß

A.
 

GSIIDR

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Auch für die BC100 fallen Kosten an.
Usw., usf...


Mein lieber liebe70, Du bist unser Kandidat für den Bahnvorstand. Tausend Argumente gegen diesen sehr vernünftigen Vorschlag fallen Dir ein. Kaum einer dafür... :31:

Würden die sogenannten "Bahn-Lobbyisten" wirklich für die Bahn und alle ihre Mitarbeiter arbeiten sollten sich steuerrechtliche Schlupflöcher finden bzw. graben lassen. Oder erinnerst Du Dich nicht mehr bspw. an die Verringerung der Steuersätze für Hotels/Pensionen? Geht nicht gibt's nicht!
Und wären sich bei diesem Thema die beiden Gewerkschaften einig könnte notfalls der entsprechende Druck aufgebaut werden. 195.805 deutsche Wähler sind sicherlich eine nicht zu vernachlässigende Größe. Aber wenn von diesen bereits die Hälfte nur Argumente "dagegen" findet wird das natürlich nichts. Leider!

GSIIDR
 

Gelöschtes Mitglied

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Da gehen die Wünsche sicher auseinander, mir sind die Freifahrten egal ich nutze die nur gaaaaanz selten also brauch ich auch keine BC 100 die es für uns ohnehin nicht geben wird, egal ob das sinnvoll wäre.
 

liebe70

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Mein lieber liebe70, Du bist unser Kandidat für den Bahnvorstand.
[Z]Die wollten mich auch haben, nur leider wollten sie meine bescheidene Bitte nach einem vollausgestatteten Geländewagen für Notfallmanager nebst Tankkarte zum unbegrenzten Tanken von Diesel neben dem üblichen Vorstandsgehalt nicht erfüllen. So kam kein Vertrag zustande. :026:[/Z]
Tausend Argumente gegen diesen sehr vernünftigen Vorschlag fallen Dir ein. Kaum einer dafür...
Ich bin immer wieder schwer begeistert, mit welchem Nicht-Wissen hier agiert wird. Ist es Dir (und anderen) bisher überhaupt schon mal in den Sinn gekommen, daß diese Idee nach einer Art von BC100 für alle schon sehr viel früher entstand und auch mehrere Mitarbeiter der DB gerade aus dem Zub schon diesbezügliche Verbesserungsvorschläge gemacht haben? Offensichtlich nicht, denn sonst würde ich hier nicht so angegangen werden.
[IRO]Wenn ihr so schlau seid, dann macht doch einfach einen Verbesserungsvorschlag! Ich wuünsche euch viel Erfolg. Ihr seid weder die Einzigen noch die Letzten, die mit dieser Idee auf die Nase fallen werden. Das haben andere schon lange vor Euch hingekriegt.[/IRO]
Was ist denn an der Aussage "es geht nicht" so unverständlich, daß ich von Dir angemacht werde? Und nein, es sind keine Ausreden. Hast Du Dich schon einmal mit denjenigen unterhalten, die für die ganzen Freifahrten zuständig sind? Ja? Nein?

Was weißt Du denn genau über die Fahrvergünstigungskarten der DB?
  • Was ist die Fahrkarte A, was die Fahrkarte B und was die Fahrkarte C?
  • Wer konnte welche Fahrkarte bekommen und warum?
  • Welche Farbe hatten die einzelnen Fahrkarten?
  • Welche von den dreien gibt es noch?
  • Was konnte man mit einer Fahrkarte A bzw. Fahrkarte B machen, aber nicht mit einer Fahrkarte C?
  • Wozu berechtigte die Fahrkarte A und auch die Fahrkarte B in Verbindung womit außerdem?
  • Was mußte ein Inhaber der Fahrkarte C nicht machen, wohl aber die Inhaber der Fahrkarten A und B?
  • Mit welcher Karte wurde die Fahrkarte A ersetzt und welche Funktion konnte man zusätzlich zu dieser Fahrkarte bekommen? Welche Farbe hatte die neue Karte?
Weiter geht es mit dem Berechtigungsausweis A. Der sollte Dir bekannt sein, hoffe ich.
  • Was war bis zum 31.12.1999 mit diesem in Verbindung mit einem amtlichen Lichtbildausweis möglich?
  • Wie lange war dieser Berechtigungsausweis im Normalfall gültig?
  • In welchem Jahr wurde der obige Gültigkeitsmodus geändert? Wie war der Modus danach?
Die Personalfahrten solltest Du auch noch kennen. Ich beziehe mich jetzt auf die alte Regelung, die es schon zu Bundesbahnzeiten gab.
  • Konnte ein für die 2.Klasse Freifahrtberechtigter Personalfahrten für die 1.Klasse kaufen und nutzen?
  • Welche Fahrkarte benötigte man dafür?
  • Welche Fahrkarte benötigte man für eine Personalfahrt 2.Klasse?
  • Wie konnten diese beiden Fahrkarten genutzt werden (Anzahl der Fahrten und/oder Anzahl der Personen)?
  • Wenn man ICE fahren wollte, brauchte man da Zuschläge? Wenn ja, welchen und evtl. wieviel?
Mal angenommen, die BC100 würde als Fahrvergünstigungskarte für alle DB-Mitarbeiter gelten:
  • Was ist dann nicht mehr möglich, widerspricht aber den aktuellen ABB, die der fahrvergünstigungsberechtigte DB-Mitarbeiter anerkannt hat?
  • Wie soll der Widerspruch gelöst werden?
  • Was ist außerdem zu ändern?

Morgen stelle ich noch einige Fotos von Fahrkarten für Personalfahrtenbzw. deren Kopien hier ein, die ich eingezogen habe, weil sie falsch waren. Du kannst dann gern erklären, wo der Fehler lag und was anders gemacht hätte werden müssen.

Ich bin gespannt, wieviel Fragen Du richtig beantworten kannst.

Dann können wir uns gern weiter unterhalten...
 

macmoldis

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Was weißt Du denn genau über die Fahrvergünstigungskarten der DB?
Was ist die Fahrkarte A, was die Fahrkarte B und was die Fahrkarte C?
Wer konnte welche Fahrkarte bekommen und warum?
Welche Farbe hatten die einzelnen Fahrkarten?
Welche von den dreien gibt es noch?
Was konnte man mit einer Fahrkarte A bzw. Fahrkarte B machen, aber nicht mit einer Fahrkarte C?
Wozu berechtigte die Fahrkarte A und auch die Fahrkarte B in Verbindung womit außerdem?
Was mußte ein Inhaber der Fahrkarte C nicht machen, wohl aber die Inhaber der Fahrkarten A und B?
Mit welcher Karte wurde die Fahrkarte A ersetzt und welche Funktion konnte man zusätzlich zu dieser Fahrkarte bekommen? Welche Farbe hatte die neue Karte?
Warum so viele unterschiedliche, eine einheitliche Freifahrt für alle, da brauch man auch keine Unterschiede und weitere Berechtigungen zu kennen sach ich jetzt mal ;-)

Aber ja, geht ja nicht, ich weiß
... wie schön und einfach war doch die Blaue: "Freie Fahrt auf allen Strecken der Deutschen Reichsbahn"
 

liebe70

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195.805 deutsche Wähler sind sicherlich eine nicht zu vernachlässigende Größe.
Da steht nur etwas von Mitarbeitern im Inland. Was ist mit den deutschen Mitarbeitern im Ausland? Die sind auch in Deutschland wahlberechtigt! Oder willst Du sie in ihrem Wahlrecht einschränken? ...und bei den Mitarbeiterm im Inland fällt mir doch glatt ein Kollege aus der Fernverkehrseinsatzstelle Kassel-W. ein, der Franzose ist.
[SK] Der wählt auch "ganz bestimmt" die deutsche Bundesregierung.[/SK]

Ich habe selten so gelacht.

...und wenn ich mir dann die 61,4 Millionen deutschen Wahlberechtigten von 2014 ansehe, dann sind Deine 195.805 "deutschen Wähler" gerade mal 0,3189% aller deutschen Wahlberechtigten.
Das ist also eine "nicht zu vernachlässigende Größe?" Sicher. Irgendwann. Irgendwo. Nicht hier.
[DOUBLEPOST=1427142734][/DOUBLEPOST]
Aber ja, geht ja nicht, ich weiß
... wie schön und einfach war doch die Blaue: "Freie Fahrt auf allen Strecken der Deutschen Reichsbahn"
Das geht aus steuerrechtlichen Gründen nicht. Außerdem widerspricht das dem Tarifvertrag - und ehe die Gewerkschaft, die damals den Tarifvertrag dazu abgeschlossen hat, deswegen streikt... Eher fließt die Elbe rückwärts und fallen Ostern und Weihnachten auf einen Tag.
Sorry, ist aber leider so.
 

Streckenstillleger

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Nun es gab in den letzten Monaten schon einige Überlegungen.
Eine BC 100 für alle Mitarbeiter mit Selbstbeteiligung,diese aber dann auch unterschiedlich.
A) Mit Nahverkehrsticket
B) ohne dieses und nur im DB Zügen
C) eine Geringe mit nur wenigen Fahrten,aber mit Nahverkehr bzw.ohne
Und es gab auch andere Überlegungen,jedoch wurde bislang alles abgelehnt durch Finanzbeamte,auch gab es Einzelne EVU/EIU die anderer Meinung sind.
 

GSIIDR

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Ich bin gespannt, wieviel Fragen Du richtig beantworten kannst.

Dann können wir uns gern weiter unterhalten...

Danke für das Angebot. Ich verzichte aber gern drauf mich mit DEM SUPEREISENBAHNER schlechthin auseinander zu setzen. Deine Überheblichkeit an dieser Stelle schreit ja schon gen Himmel. Ich kann mir nun ganz und gar bildlich vorstellen mit welchem Gesichtsausdruck Du die Fahrkarten der KOLLEGEN eingezogen hast, die Du uns hier zum "Wissenstest aus Liebes Rumpelkammer" präsentieren willst.
Von mir aus kannst Du Dir die Mühe des Einscannens sparen, ich gestehe meine von Dir haarscharf erkannte völlige Ahnungslosigkeit. Und ich werde Dich auch nicht nach zehn- oder zwanzig Jahre zurückliegenden Regeln des Bahnbetriebs ausfragen, Du hast sie ohnehin noch alle in Deinem Kopf...

Aber über eine Frage kannst Du Dir mal Gedanken machen! Wie funktioniert das bei einigen anderen EVU? So wie vom Streckenstillleger erwähnt und mir in zwei Fällen selbst bekannt. Liegt es vielleicht doch am Wert, dem man in anderen Unternehmen der Zufriedenheit seiner Mitarbeiter beimisst?

Schönen Abend noch!

GSIIDR
 

liebe70

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Nun es gab in den letzten Monaten schon einige Überlegungen.
Nicht nur in den letzten Monaten. Die gab es schon jahrelang davor, aber es wurden alle Ideen wegen dem Steuerrecht abgeschmettert. Seltsamerweise wird Dir das geglaubt, mir aber nicht. :039:

Ich verzichte aber gern drauf mich mit DEM SUPEREISENBAHNER schlechthin auseinander zu setzen.
Haste etwa Angst? was schrieb ich schon die ganzen Beiträge vorher? >> Geldwerter Vorteil. Wo gibt es den geldwerten Vorteil? - Im Steuerrecht. Wer ist u.a. für die steuerrechtlichen Dinge zuständig? >> Finanzbeamte. Was beschrieb @SSL im Betrag über Deinem? >> "...es gab auch andere Überlegungen,jedoch wurde bislang alles abgelehnt durch Finanzbeamte,..." (Hervorhebung durch mich)
Zweimal die inhaltlich gleiche Antwort, einmal wird sich drüber erregt und ein mal sich bedankt. Komisch, was?

Nochmals die Frage: Wieso werde ich angegriffen, weil ich schreibe, daß etwas nicht geht? Wer hat denn hier nun einen Fehler gemacht? Ich weil ich angegriffen werde, da ich beschreibe, daß es nicht geht und mich nach dem angriff auf meine Person dann entsprechend wehre - oder vielleicht ist es doch derjenige, der mich angegriffen hat? Wie es in den Wald reinschallt...

Es wurde eine Frage gestellt, die ich beantwortet habe. Da muß ich nicht mit Emotionen rüberkommen. Oder doch?

Deine Überheblichkeit an dieser Stelle schreit ja schon gen Himmel.
Ach was. Du bist ja nur eingeschnappt, weil ich dich auf dem falschen Fuß erwischt habe. Natürlich kannst Du es als Stellwerker nicht mehr wissen, wie das mit den Fahrkarten war

Ich kann mir nun ganz und gar bildlich vorstellen mit welchem Gesichtsausdruck Du die Fahrkarten der KOLLEGEN eingezogen hast,...
Ich glaube nicht, daß Dir das vorstellen kannst. Du kennst ja auch nicht das Procedere, was damals zu tun war, um eine Fahrkarte einzuziehen. Es mußte nämlich in jedem Fall eine Ersatzfahrkarte ausgestellt und die eingezogene Fahrkarte abgeliefert werden. Den Fehler haben auch nicht die Mitarbeiter gemacht, die mit dieser Fahrkarte gereist sind, sondern diejenigen, die die Fahrkarte ausgestellt haben. Somit war es ein Abfertigungsfehler und ich als Zub durfte diese Fahrkarte einziehen. Dazu gab es eine entsprechende Info an die Ausgabestelle.

[OT]Jeder macht früher oder später irgendwelche Fehler. Das ist nicht schlimm, jedoch muß man denjenigen darauf hinweisen und veranlassen, daß er diesen Fehler nicht mehr macht. Das ist doch wohl legitim, oder? Wenn du beim Ausstellen eines Befehls einen fehler machst und der Tf, dem Du diesem fehleraften Befehl diktierst, weist Dich darauf hin: bist Du dann auf ihn sauer oder eher dankbar, weil er Dich einfach so auf den Fehler hinwies? Mir als Zub blieb nichts anderes möglich, als fehlerhafte Fahrkarten einzuziehen und eine entsprechende Info zu verfassen.
[OT]Mir ist es erst kürzlich passiert, daß ich 20 Sekunden zu früh das Abfertigungsverfahren einleitete. Vor längerer Zeit sollten die Fernverkehreszüge "mit Zeigersprung" abfahren, um die Pünktlichkeit zu erhöhen. Es gab diverse Einsprüche, denn den Reisenden sollte der Zugang zum Zug bis zur veröffentlichen Abfahrtszeit gewährleistet werden. Also wurde das Verfahren "mit Zeigersprung abgfahren" wieder abgeschafft. Nun, ich habe das nicht so verbissen gesehen und bin weiter "mit Zeigersprung" abgefahren. Der letzte bei mir mitfahrende Gruppenleiter beanstandete dieses. Hier ist genau das Gleiche passiert, wie bei den Abfertigungsfehlern der diversen Ausgabestellen. Der Mitarbeiter macht einen Fehler, wird darauf hingewiesen und muß sich nun befleißigen, diesen Fehler nicht mehr zu machen.[/OT][/OT].

"Wissenstest aus Liebes Rumpelkammer"
Liebe70 bitteschön, ich lege da Wert drauf. :003:

Von mir aus kannst Du Dir die Mühe des Einscannens sparen
Och nö. Nur zwei Fehlabfertigungen habe ich herausgesucht. Eine Erklärung vorneweg, weil das mit den Personalfahrten doch zu lange zurückliegt.
Jeder freifahrtberechtigte DB-Mitarbeiter konnte Personalfahrten für die 2. und 1.Klasse kaufen. man konnte entweder eine Hin- und Rückfahrt machen oder zwei einfache Fahrten oder mit zwei freifahrtberechtigten Personen eine einfache Fahrt. Zur Fahrkarte mußte unaufgefordert der Berechtigungsausweis vorgezeigt werden.

Für die Fahrt in der 1.Klasse benötigte man eine Fahrkarte für einen Erwachsenen 2.Klasse einfache Fahrt, für die Fahrt in der 2.Klasse benötigte man eine Fahrkarte für ein Kind 2.Klasse einfache Fahrt. Auf den Fahrkarten durfte keinerlei Vermerk o.ä. drauf stehen, daß es sich hier um eine Personalfahrt handelt.

Die erste Fahrkarte, eine Personalfahrt 2.Klasse von Falkenberg (Elster) nach Halle (Saale) Hbf:
Personalfahrt_2.Kl..jpg
Es ist alles richtig - bis auf den Stempel "Personalfahrt", denn der Stempel darf laut den Richtlinien nicht sein.

Die zweite Fahrkarte, eine Personalfahrt 1. Klasse von Halle (Saale) Hbf nach Hoheneggelsen:
Personalfahrt_1.Kl.jpg
Hier wurde die falsche Wagenklasse berechnet, da - siehe meine obigen Erläuterungen - für die Personalfahrt 1.Klasse ein Erwachsener 2.Klasse einfache Fahrt zu berechnen ist. Somit hat der Reisende den falschen Preis entrichtet. Gemäß den damals schon geltenden Bestimmungen der EVO sind unrichtig erstellte Preise zu korrigieren. Zuviel gezahltes Geld ist zu erstatten und zuwenig gezahltes Geld nachzufordern. Da das in manchen Fällen nicht geht, so ist zumindest darauf hinzuwirken, daß solche Fehlabfertigungen eingeschränkt werden.
Aber über eine Frage kannst Du Dir mal Gedanken machen!
Wieso ich? Bin ich Tarifsekretär und hecke diverse Tarifverträge aus? Bin ich Sachbearbeiter und überführe die Bestimmungen der Tarifverträge in die jeweiligen Richtlinien? Bin ich Führungskraft oder sontiges und will unter die Top20 als Arbeitgeber?
Wie funktioniert das bei einigen anderen EVU?
Wie funktioniert es denn genau? Das MEV beispielsweise hat eine Reisekostenrichtlinie, die von den Betriebsparteien (hier: Betriebsrat und Arbeitgeber) vereinbart wurde. Die MEV-Mitarbeiter haben auch keine Sitzplatzfreigaberegelung wie die DB-Mitarbeiter. Mit einer BC100 gibt es aber keine Sitzplatzfreigaberegelung mehr! Das widerspricht den ABB der Fahrvergünstigungen, die sowohl Bestandteil der Konzernrichtlinie über die Freifahrten als auch den entsprechenden Tarifvertrages zu den Fahrvergünstigungen sind.
In meinem Arbeitsvertrag steht dazu u.a.: "Auf das Arbeitsverhältnis finden die betrieblich (Anmerkung meinerseits: betrieblich in Bezug auf den Betrieb Deutsche Bahn) einschlägigen Tarifverträge in ihrer jeweils geltenden Fassung Anwendung sowie die diese ändernden, ergänzenden oder ersetzenden Tarifverträge."
Dieser Passus sollte auch in Deinem Arbeitsvertrag drinstehen. Das beinhaltet automatisch auch, daß die ABB zu den Fahrvergünstigungen vollumfänglich für alle Arbeitnehmer gelten, die diesen Passus im Arbeitsvetrag haben.
[OT]Daher habe ich noch nie die sinnlosen Diskussionen zur Sitzplatzfreigabe oder zum Weiterreichen von persönlichen Fahrvergünstigungen bei DB-Mitarbeitern - auch an Dritte - verstanden.[/OT]

Du kannst gern @valenca fragen, ob er Dir den entsprechenden Tarifvertrag auszugsweise zur Verfügung stellst, schließlich war die damailige Transnet die Tarifvertragsschließende Gewerkschaft. Mir glaubste es ja nicht. KonzernFahrVergTV heißt das gute Stück. Dort steht im § 4 drin, wer ab dem 13.06.2004 fahrvergünstigt in der 1.Klasse war - und wer nicht. Damit endete für nahezu das komplette Fußvolk der DB die Ära" Personalfahrt in der 1.Klasse, obwohl nur freifahrtberechtigt in der 2.Klasse". Im §9 stehen die ganzen steuer- und sozialversicherungsrechtlichen dinge drin. Beides würde auch bei einer BC100 für jeden DB-Mitarbeiter übertragen werden.

Aber ich bin böse, doof und was weiß ich noch, nur weil ich hier mit reinen Fakten antworte.

Wenn du das hier gelesen hast, vielleicht überlegste mal Deinen eignen Einstellung mir gegenüber. Kann ja sein, daß Du irgendwo falsch liegst mit Deinem Einschätzungen. Nur mal so als Denkanstoß...
 

Streckenstillleger

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Noch ein kleiner Nachtrag zu @liebe70 Beitrag,obig.
Einer der vielen Gründe der Ablehnung einer Fahrkarte liegt auch an den Ländern.Immer mehr Länder stellen die Freifahrten für MA von Verkehrsunternehmen in Frage.Die Länder rechnen bei Abschaffung mit Mehreinnahmen zwischen 12-40 Millionen Euro,je nach Bundesland und auch der Bund (Finanzen),rechnen dann auch mit bis zu 100 Millionen Euro an Einnahmen.
 

liebe70

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Deswegen wird das DB-Jobticket such nicht mehr bei der ODEG anerkannt. Die anderen EVU scheren der Reihe nach aus der FDE-Vereinbarung aus. Nicht ohne Grund fahren viele bahnaffine DB-Mitarbeiter inzwischen lieber mit einer BC25 (First) und 'nem Sparpreis. Dann bekommste regelmäßig die Fahrgastrechte. In der ersten Zeit waren die DB-Mitarbeiter mit ihren Fahrvergünstigungen da auch außen vor.
 

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Wer das glaubt... Jede BC100 muss die DB beim Finanzamt erklären, auch wie sie die Trennung von Dienst- und Privatreisen vornimmt. Hier ist es nämlich nicht die böse DB sondern das böse Finanzamt, was diese "Vereinheitlichung" unmöglich macht.
Aus dem wahren Leben:
Unternehmen kauft BC100 für seine Tf. Das örtliche Finanzamt (FA) am Sitz des Unternehmens sagt: Ob geldwerter Vorteil für MA vorliegt gilt es zu prüfen. Alle Mitarbeiter, die eine BC100 gestellt bekommen, schreiben über einen Zeitraum X sämtliche Gastfahrten (Wegstrecke, Fahrpreis) auf und das Unternehmen reicht diese ein. FA prüft, sagt: Die Fahrtkosten übersteigen den Kaufpreis der BC100, damit ist kein geldwerter Vorteil mehr für die MA gegeben. Die betroffenen MA brauchen somit auch keinen geldwerten Vorteil berechnen, die örtlichen FA erkennen die Regelung mit dem FA am Sitz des Unternehmens an.

Diejenigen MA, die bei der Aufzeichnung den Gesamtwert der BC100 nicht erreichen (z.B. Ausbildungslokführer) werden angewiesen, jeden Monat eine entsprechende Abrechnung einzureichen. Das FA prüft dann am Jahresende entsprechend, ob ein geldwerter Vorteil vorliegt.
Das FA wird in regelmäßig unregelmäßigen Abständen das Unternehmen auffordern, zur Nachprüfung erneut von allen bezugsberechtigten MA Nachweise einzureichen. Wenn sich nichts ändert, wird das FA weiterhin nicht auf eine Entrichtung des geldwerten Vorteils bestehen.

Vorteil Unternehmen: Niemand muß groß kontrollieren, ob Tf Y am soundsovielten die Gf von A nach B berechtigterweise wahrgenommen hat und die Kosten entsprechend verbuchen. Vorteil MA: er kann sie für seine privaten Fahrten nutzen, glaubt man aber dem allgemeinen Tenor, kommen wir aufgrund des stetigen Personalmangels sowieso kaum in die Freizeit.

"Nachteil" DB: das Aufstehen für zahlende Fahrgäste kann nicht mehr so angewiesen werden (Paradox: der AG kann jemanden in dessen Freizeit (Urlaubsfahrt) anweisen, aufzustehen). Aber etwas mehr zufriedenere MA werden das auch gerne mal so machen - vielleicht.

Inwieweit jetzt noch Angehörige der MA berücksichtigt werden, lasse ich an dieser Stelle unberücksichtigt.

Mein Senf dazu
Mike
 

Streckenstillleger

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Na wenn es so einfach wäre.Das Finanzamt stellt ja ständig neue Hürden auf.Eine der Hürden-der private PKW.
Selbst das Jobticket hat man ja schon verkompliziert,das die Schwarten krachen.
Ganz großes Problem sind die Landesfinanzämter,bei der BC 100 für MA der EVU/EIU kriegen die einen dicken Hals,denn dies bedeutet Mindereinnahmen.
 

liebe70

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(Paradox: der AG kann jemanden in dessen Freizeit (Urlaubsfahrt) anweisen, aufzustehen). Aber etwas mehr zufriedenere MA werden das auch gerne mal so machen - vielleicht.
Doch, kann der AG, denn jeder Mitarbeiter hat eine Erklärung unterschrieben, daß er sich loyal zu seinem AG und dessen Wünschen verhält - und das schließt die (sogar unaufgeforderte!) Sitzplatzfreigabe mit ein.

Der unzufriedene DB-Mitarbeiter im Zub interessiert sich aber immer weniger dafür und setzt die Aufforderung zur Sitzplatzfreigabe immer weniger um bzw. durch. Ein merhrfacher Nachteil für die DB...
 

Gelöschtes Mitglied

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Der unzufriedene DB-Mitarbeiter im Zub interessiert sich aber immer weniger dafür und setzt die Aufforderung zur Sitzplatzfreigabe immer weniger um bzw. durch. Ein merhrfacher Nachteil für die DB...

Da habt ihr nur zu lange dazu gebraucht...der zeit macht es ohnehin wenig Sinn da die Züge nur mäßig besetzt sind.

Ansonsten ist genau diese Regelung einer der Gründe warum ich die Freifahrt nicht nutze...ich habe keine Lust im Gang zu stehen.
 

macmoldis

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Ansonsten ist genau diese Regelung einer der Gründe warum ich die Freifahrt nicht nutze...ich habe keine Lust im Gang zu stehen.
... ach bisher hat sich in "vollen Zügen" noch immer ein Sitzplatz gefunden, der mit einer "mitreisenden Tasche ohne Fahrkarte" besetzt war, und solang das so ist, ist der Zug doch noch nicht voll ;-)
 

hdGDL

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Bin ich mit Tagesticket-M nicht auch ein zahlender Reisende? Entweder ich zahle darauf Steuern, oder 60 Cent bzw. 20€ Zuzahlung.
 


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