National Welch Sensation: Cargo und DHL wollen mehr Pakete auf der Schiene transportieren!

Als wenn es das nicht schonmal gegeben hätte:


Wie viele Güterverkehrszentren der Post wurden jahrelang stillgelegt?!?! Aber jetzt ist es ökologisch und der neueste Schrei!!!! Komisch....

MfG
maschwa
 
Solange eine Beförderung per Bahn die Versandlaufzeit verdoppelt (von 1 auf 2 Tage) sehe ich da wenig Chancen.

Ob die das ernst meinen mit einem Zugang das SFS Köln-Rhein/Main für Güterzüge? Bislang weigern sich doch schon die Güter-EVU die VDE 8.1 zu nutzen die deutlich flacher trassiert ist...
 
Ob die das ernst meinen mit einem Zugang das SFS Köln-Rhein/Main für Güterzüge? Bislang weigern sich doch schon die Güter-EVU die VDE 8.1 zu nutzen die deutlich flacher trassiert ist...
Alte Kaufmannsweisheit: "Der Druck im Kessel kommt vom Kunden". Wenn die Kunden Bedürfnisse haben, die sich nur durch Fahrt über irgendwelche Schnellfahrstrecken im Nachtsprung befriedigen lassen, dann wird man nach Wegen suchen, um das möglich zu machen. Ohne Kundenauftrag einfach nur aus Spaß an der Freude schiebt man so ein Projekt hingegen nicht an. Deshalb fährt auch kein Güterzug über die VDE 8.1. Denn es gibt kein Kundenbedürfnis, das damit befriedigt würde.
 
Die KRM ist die überhaupt für Güterzüge geeignet ? Ich glaube nicht. Wenn schon ICE's Probleme haben ihre Fahrzeiten zu halten, wenn zu viele Antriebe ausgefallen sind. Kann mich auch entsinnen, daß man in Köln Hbf schon mal eine doppelte Einheit 3er getrennt hat und im Blockabstand nach Frankfurt gefahren hat.
 
DT 152 und maximal 500t am Haken geht. Da gibt es Erfahrungswerte. Nur sind 500t ziemlich sinnlos.

Dann eher die Siegstrecke sinnvoll ausbauen- dort fährt man seit WK2 wegen zerbombter/ gesprengter und nie wieder vollständig aufgebauter Brücken teilweise eingleisig, die Strecke dann noch zwischen Au und Hennef aus den Fängen der Zuständigkeit der S-Bahn befreit und diese andauernde Peinlichkeit des "provisorischen" Bahnsteigzugangs in Betzdorf beseitigen die den Güterbahnhof praktisch seit Jahren unbrauchbar macht.

Fast vergessen: Hennef mus ebenfalls dringend ausgebaut werden. Dort stehen nur drei Gleise zur Verfügung, so dass die S 19 bis Bf Blankenburg (nur zwei Streckengleise) vor einem eingleisigen Abschnitt auf einem Hauptgleis wendet und so natürlich die Strecke blockiert. Gleiches Spiel wie in Betzdorf. Dort stehen die Nahverkehre sinnlos im Hauptgleis herum und blockieren jeglichen anderen Verkehr. Mit der aufgekommenen Manie, Nahverkehrssschrabbel möglichst rund um die Uhr und natürlich immer mit Vorrang vor dem durchfahrenden Güterverkehr fahren zu lassen, wird das für uns nicht besser.

Ein Ausbau könnte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Rheinstrecke entlastet und die Kapazität auf der Siegstrecke erhöht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gäbe Möglichkeiten. Man müsste eben spezielle Triebzüge nach dem Muster der ICE 3 oder ein stärker Motorisierter TGV für den Güterverkehr, bzw Postverkehr bauen, die dann solche Container analog zu den Flugzeugcontainern aufnehmen könnten. Es könnten ja sogar die selben Container wie im Flugzeug sein, was die Verknüpfung gerade beim Überseeverkehr vereinfachen würde. Machbar wäre das. Diese Züge könnten dann auch über die KRM fahren. Und mit einer Hg von 250 km/h wären die auch ausreichend schnell, sogar schon in den späten Abendstunden noch im Mischbetrieb mit Personenzügen zu fahren, ohne diese Aufzuhalten.

Es gab ja anfangs mal in Frankreich spezielle Post TGV, die die Schnellfahrstrecken nutzten. Das war sinnvoll und auch genauso schnell als via Flugzeug. Das wurde dann 2015 wieder eingestellt. Zum einen, weil die Schnelle Briefbeförderung rückläufig war, aber auch, weil die Züge erneuert hätten müssen.
Inzwischen macht man sich aber auch in Frankreich wieder Gedanken dazu, halt eben mehr auf den Fokus zur Paketbeförderung.

Da wäre es ja vielleicht sogar Sinnvoll, wenn sich die DB und die SNCF zusammentun, ggf. noch einige andere Bahnen mit in Boot holen, und einen einheitlichen Fahrzeugtyp bestellen, der dann auch Mehrsystemfähig ist, und somit Problemlos auch Ländergrenzen überschreiten kann, da ja inzwischen viele Paketsendungen International unterwegs sind.

Und gerade auf Langstrecken dürfte das sicherlich Sinnvoller sein, als mit dem Flugzeug, vor allem aus Umweltaspekten.

Die Verteilung auf der Fläche würde natürlich weiterhin per LKW erfolgen, aber deren Strecken wären doch kürzer als heutzutage, denn für ganze Container voll mit Paketen bis in kleiner Städte dürfte das Aufkommen sicherlich zu gering sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Na Jung`s, Eure Ideen sind ja gut. Aber Das muß doch dann erst mal geplant und gebaut werden, und das in Deutschland. Das erleben wir doch gar nicht mehr. Von hier auf jetzt geht doch nichts , in diesem Lande.

meint
Der Waschbär
 
In den 1990igern wurde der viergleisige Ausbau der Rheintalschiene von Basel bis an die holländische/belgischer Grenze vereinbart (für den Korridor Italien-Schweiz-Deutschland-Niedelande). Jetzt sind wir kurz vor dem Ende 2021 und der Abschnitt von Basel bis Karlsruhe ist immernoch nicht fertig.

Wie soll dann bitte die Deutsche Bahn und die Deutsche Post (DHL) es auf die Reihe bekommen, einen scnellen und ausgelasteten Paketzug auf die Schienen zu stellen? Zumal die meisten Versandzentren (Amazon, Zalando und was es noch so alles gibt) nichtmal in der Nähe einer Eisenbahnstrecke liegen bzw. einen Anschluß zu einer haben?
Kommt dann noch der Bau einer Verladeanlage dazu, wirds richtig unrentabel, wenn man nur mit einem Zug und wenigen Wagen fährt.

Vergesst die Schnappsidee von Theoretikern.
 
Das alte Quelle Zentral- und Auslieferungslager in Leipzig Mockau-Nord, welches nach der Wende gebaut wurde, hatte auch einen Gleisanschluß erhalten. Das Ding erstand zwar auf der grünen Wiese. Aber Verladerampen am Gleis hatte das Ding auch nicht, nur die üblichen Torrampen für Lkw's oder Wechselcontainer.
Wenn man will, geht alles!

Übrigens in Lahr, wurde vor einiger Zeit auch über ein neues-altes Gleis zum Logistikkomplex alter Flughafen diskutiert. In wie weit da nun was kommen wird ist mir aber nicht bekannt!
 
Schaut euch an wie in Vieselbach (IKEA) oder Kölleda (MDC Power- Motoren für Daimler) auf die Schiene verladen wird. Fast alles auf der grünen Wiese aus dem Boden gestampft. Wenn man will geht das.
In Kölleda wird bald schluß sein mit Motoren. Der E-Antrieb lauert ja schon.
 
Schaut euch an wie in Vieselbach (IKEA) oder Kölleda (MDC Power- Motoren für Daimler) auf die Schiene verladen wird. Fast alles auf der grünen Wiese aus dem Boden gestampft. Wenn man will geht das.
Das GVZ in Vieselbach hat aber noch andere Kunden neben Ikea und ich weiß wo der Ikea-Zug endet bzw. anfängt. Und wie oft der verspätet ankommt und alle anderen zurückgestellt werden und nicht in der geplanten Zeit fertig werden.
 
... Übrigens in Lahr, wurde vor einiger Zeit auch über ein neues-altes Gleis zum Logistikkomplex alter Flughafen diskutiert. In wie weit da nun was kommen wird ist mir aber nicht bekannt! ...
Da wird auch kein Gleis mehr kommen.
1. War der Bereich zwischen Bahnhof und Amaozon Landesgartenschaugelände.
2. Fahren genug billige Arbeitskräfte aus Litauen, Estland, Belarus oder Rumänien die Lkw.
 
Wie soll dann bitte die Deutsche Bahn und die Deutsche Post (DHL) es auf die Reihe bekommen, einen scnellen und ausgelasteten Paketzug auf die Schienen zu stellen? Zumal die meisten Versandzentren (Amazon, Zalando und was es noch so alles gibt) nichtmal in der Nähe einer Eisenbahnstrecke liegen bzw. einen Anschluß zu einer haben?
Kommt dann noch der Bau einer Verladeanlage dazu, wirds richtig unrentabel, wenn man nur mit einem Zug und wenigen Wagen fährt.

Vergesst die Schnappsidee von Theoretikern.
Ich würde die Leute, die bei DHL die Logistik-Ketten entwerfen, nicht als Theoretiker abstempeln. Das sind ziemlich professionell arbeitende Praktiker. Die gehen auch durchaus nüchtern an die Sache ran. Zum Beispiel denken sie nicht daran, jedes Paketzentrum mit Gleisanschluss zu versehen. Es reicht ihnen schon, wenn man per Zug die jeweilige Zielregion erreichen kann, und dann von dort aus weiter per LKW-Nahverkehr zu den Paketzentren der Region. In den Abgangsregionen das selbe - mehrere Paketzentren bündeln ihren Abgangsverkehr an irgendeinem KV-Terminal auf den Zug. Unter den zukünftig zu erwartenden Randbedingungen, dass zum Beispiel LKW-Fernfahrer nicht mehr in unendlicher Zahl zur Verfügung stehen, sind die notwendigen zusätzlichen Umladevorgänge nicht mehr ganz so unattraktiv wie sie es früher waren.
 
Ich würde die Leute, die bei DHL die Logistik-Ketten entwerfen, nicht als Theoretiker abstempeln. Das sind ziemlich professionell arbeitende Praktiker. Die gehen auch durchaus nüchtern an die Sache ran. Zum Beispiel denken sie nicht daran, jedes Paketzentrum mit Gleisanschluss zu versehen. Es reicht ihnen schon, wenn man per Zug die jeweilige Zielregion erreichen kann, und dann von dort aus weiter per LKW-Nahverkehr zu den Paketzentren der Region. In den Abgangsregionen das selbe - mehrere Paketzentren bündeln ihren Abgangsverkehr an irgendeinem KV-Terminal auf den Zug. Unter den zukünftig zu erwartenden Randbedingungen, dass zum Beispiel LKW-Fernfahrer nicht mehr in unendlicher Zahl zur Verfügung stehen, sind die notwendigen zusätzlichen Umladevorgänge nicht mehr ganz so unattraktiv wie sie es früher waren.
Moin, nur mal so nebenbei gefragt. Wo befindet sich ein derart gelagertes Terminal und wie hoch ist die Anzahl der abgehenden "Postzüge"? Ich meine jetzt aber nicht den/das PiC (-Zugpaar). Wenn man sich mal anschaut, wo die Verteilzentren aufgebaut werden und wieviel Lkw mit DHL/Post/anderer Anbieter auf den Autobahnen unterwegs sind, kann an Deiner Theorie nicht viel dran sein. Allein am Bahnhof Muggensturm gibt es 6 große Speditionen einschließlich Versandlager, sogar einen Gleisanschluß hätte man (wird durch einen örtlichen Stahlhändler/-veredler genutzt) verlängern können. Nein, es wurden eine Straße gebaut und ein nahezu direkter Autobahnanschluß realisiert. Mit der Bahn geht nix, nichtmal über das naheliegende DUSS-Terminal in Karlsruhe.
 


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